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1 (1828) Einfache Mittel
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Lu^!»0lliilim

l_>inn. l^l. XI. vdllecantlri». U»<I. Z. I llz)ni»..Iu«». <^I. XV. Nrcl. 1. ^uplinrliiile«»«.

Diese strauchartige Pflanze wachst im heißesten Afrika und in Aethiopien,auch in Aegypten, Arabien und auf den canarischen Inseln. Sie hat ihrenNamen nach dem Leibärzte des Königs Iuba in Lybien, der «Zuphorbushieß, und welchem zu Ehren der König diese Pflanze Lu^mln» nannte,erhalten.

Die Wurzel derselben ist dick, länglich, fleischig und an ihrem unternTheile in große Zweige getheilt. Der Stengel erhebt sich zu einer Höhe vonZ —4 Fuß. Er ist gerade, sehr dick, fleischig, saftig, nackt und auf seinerganzen Lange tief gefurcht, wodurch sehr hervorstechende Winkel gebildet wer-den, an deren Ecken, statt der Blätter, sich steife, weißliche, pfriemenför-mige, krumme Stacheln befinden, die aus einem kleinen, ovalen Knötchen ent-springen und zu zweien beisammen stehen. An dem Stengel bilden sich hierund da eiförmige, stumpfe, gefurchte Knospen, die sich in der Folge in Ae-sie verlangern. Die Blüthen sind klein, von gelbgrüner Farbe, und sitzenauf den Winkeln am Ende des Stengels und der Aeste. Der Kelch ist ein-blättrig, 4 —Zzähnig; die Krone besteht aus 4 — 5 Blumenblättern. DieFrucht ist eine dreifacherige Saamenkapsel. Die Saamen sind einzeln, fastrund, glatt oder genarbt.

Der aus der geritzten Rinde der Euphorbia fließende scharfe und dannan der Pflanze erhärtete Milchsaft giebt das officinelle Euphorbium.

Wir bekommen es aus der Berber« in dichten ledernen Säcken. 'Esbesteht aus erbsengroßen, auch wohl etwas kleineren oder größeren Stückenvon verschiedener, kugeliger, länglicher, eckiger, oder ästiger Gestalt. DieStücke sind von dem Ansetzen und Eintrocknen des Saftes an den Stachelnder Pflanze häufig ausgehöhlt, und daher mit zwei kleinen Löchern versehen,oder sie halten noch die Stacheln eingeschlossen. Auswendig haben sie eineschmutzig gelbliche oder rothbräunliche, inwendig weißliche Farbe, sind trocken,zerreiblich, leicht, und insgemein mit fremdartigen Theilen, besonders auchmit Bruchstücken jener Stacheln verunreinigt. In gewöhnlicher Temperaturist das Euphorbium ohne Geruch, angezündet verbreitet es einen eben nichtunangenehmen Geruch und brennt mit Heller Flamme. Beim Kauen scheintes anfänglich geschmacklos zu feyn, nachher aber verursacht es einen äußerstatzenden und brennenden Geschmack, der sehr lange anhält, und der sich nurdurch Ausspühlcn des Mundes mit Oel mildern läßt. Der beim Pulvernaufsteigende Staub erregt, wenn man sich nicht sehr sorgfaltig durch ein vor-gebundenes nasses Tuch davor schützt, ein sehr heftiges und anhaltendes Nie-sen, und entzündet das Gesicht.

Die größeren, trocknen, weißlichen Stücke sind die besten.

La »der (Trommsd. I. VIII. I. S. Z94.) schied aus lNlX> Th. Eu-phorbium: Harz 640; Gummi 2Z3; unaufgelöster Rückstand 9Z; Verlust 3.

In Braconnot's Zerlegung (Trommsd. I. XVIII. 2. S. 1?Z.) ver-lor das Euphorbium durchs Trocknen in gelinder Wärme ^ seines Ge-