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vulcamara

zusammengewachsen. Die Frucht ist eine glatte, langlichrundliche, zur Zeitder Reife rothe saftige Beere.

Die Blüthezeit ist Juni bis August.

Die Wurzel, die Stengel und die Zweige geben frisch gequetscht oderstark gerieben einen widrigen, ekelhaften, betäubenden Geruch von sich, wel-cher sich aber durchs Trocknen verliert; sie schmecken anfangs merklich bitter,lassen aber einen weichlich-süßlichen Geschmack im Munde zurück. Man sam-melt die Stengel zu den angegebenen Jahreszeiten bei trockner Witterungund so viel wie möglich von Pflanzen, die auf trocknen, Standorte wachsen.Unter der blaßgelben Oberhaut befindet sich eine grüne Rinde, und die mitschwammigem Marke angefüllte Röhre ist bei ganz jungen Zweigen hohl.Man wählt zum Arzneigebrauche die zwar noch jungen, aber doch schon mar-kigen Stengel, von der Dicke eines Gänsekiels und drüber. Auch müssen siejährlich frisch gesammelt werden, da sie durch die Länge der Zeit austrock-nen, und Geschmack und Kräfte verlieren.

Di« Stengel des gemeinen Nachtschattens sind kürzer, ungefähr nur ei-nen Fuß lang und eckig; auch haben sie weder den eigenthümlichen Geruchnoch Geschmack.

Der wäßrige Auszug der Alfranken hat eine dunkelbraune Farbe, denGeruch derselben, und einen bittein ekelhaften Geschmack, der bald in einenlange anhaltenden süßen Nachgeschmack übergeht. Lackmuspapier wird geröthet.

Pfaff (Syst. d. M»t med. VI. S. 205.) hat eine Analyse veranstal-tet. Die mit Wasser, vermittelst der Compressionspresse, gemachten Auszügewurden zum Sieden erhitzt, wobei sich eine geringe Menge grüner Flockenabschied, welche auf einem Filter gesammelt, getrocknet und durch Essigsäurein Kleber und grünes Harz zerlegt wurden. Die klar abfiltrirte Flüssigkeitgab ein dunkel schwarzbraunes Ertract, das hart, brüchig, auf dem Brucheglänzend, undurchsichtig war, aus der Luft schnell Feuchtigkeit anzog, undmit Alkohol von 95 Proc. behandelt wurde. Die geistigen Auszüge wurdenheiß siltrirt, sie trübten sich beim Erkalten, und setzten ein weißgelblichesPulver ab, welches auf einem Filter gesammelt, aus der Luft schnell Feuch-tigkeit anzog und dadurch zu einem Ertract zerstoß, das sich in Wasser leichtauflöste. Die Auflösung schmeckte anfangs fade, hernach wenig scharf, wurdedurch Gallöpfeltinctur, Blei- und Quecksilberauflösungen reichlich gefallt, undverhielt sich als eine thierisch - vegetabilische Materie. Die jetzt klare geistigeFlüssigkeit hatte einen balsamischen Geruch, beim Abziehen des Weingeistes" und Verdampfen schied sich jedoch noch etwas von jener gelblichweißen Sub-stanz aus. Nach dem gänzlichen Verdunsten blieb eine zähe, fadenziehendeMasse, fast wie ein Balsamharz zurück, die nicht völlig zur Trockne zu brin-gen war. Sie hatte eine gelbbraune Farbe, war fast durchsichtig, von sehrbitterm Geschmacke mit dem bestimmten süßen Nachgeschmäcke, von einembalsamischen, dem des Honigs ähnlichen Gerüche. In Wasser löste sie sichleicht bis auf einen kleinen Rückstand auf. Gallapfeltinctur bewirkte einensehr reichlichen, weißen, flockigen Niederschlag, eben so salpetersaures Queck-