Vulcamara
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reichte hin, ein Kaninchen zu tobten, ja schon ein halber Gran tödtete einanderes Kaninchen nach 15 Minuten, indem bei beiden die Respiration sichverminderte, der Puls bis auf 60 Schläge herunterfiel und unregelmäßigwurde. Alle Lebensaußerungen nahmen nach und nach ab, und die Thierestarben ohne Unruhe und Beklemmung, gleichsam als wenn sie von demWachen zum Schlaf übergingen.
Die Digitalis wird im wäßrigen Aufgüsse, in der geistigen und ätherisch-geistigen Tinctur, im Extract, und auch zweckmäßig in Pulverform verord-net, da sie die Hälfte auflösliche Nheile enthalt. Als Gegenmittel gegendie schädlichen Folgen des Fingerhuts hat man Milch, in welcher ?uenuinzr»ecuin abgekocht worden, und Opium, äußerlich Vesicatorie» angewendet.
Nach den Erfahrungen der Engländer soll das Pulver und der Aufgußin der Wassersucht und die Tinttur in der Schwindsucht den Vorzug haben.
DuIcamÄi-a. Die Stengel. Bittersüßstengel.8ol»num vulollmnr» I^mn. Ein klimmender, in waldigen und
sumpfigen Gegenden Deutschlands Häusler Strauch.
Runde Zweige von der Dicke eines Federkieles, mit einer leich-ten graulichbräunlichen Rinde bedeckt, von einem süßlichen bitter-lichscharsen Geschmacke, und etwas narkotischem Gerüche. ImSpäthherbste oder im ersten Frühlinge einzusammeln.
8olanum DuIeamÄiÄ I^inn. Der kletternde Nachtschatten. Bittersüß.Alfranken.
I^il,„. l)l. V. peutanclria. Vr6. I. ÄlanoZ^iü».3u»8. ci. VIII. Ur6. 8. »uluneae.
Dieser Strauch wird durch ganz Deutschland und im übrigen Europaan feuchten sumpfigen Orten, in unfruchtbaren Gebüschen, an schattigenUfern, an Teichen, Gräben, Hecken :c. angetroffen. Er erreicht eine Höhevon IN —15 Fuß, und windet sich an Bäumen und Sträuchern auf.
Die dünne, ästige und fasrige' Wurzel treibt einen rebcnartigen, klet-ternden oder liegenden, hin- und hergebogenen, runden, etwas eckigen, bieg-samen, glatten, holzigmarkigen, mehrere Fuß langen Stengel ohne Stacheln.Die Rinde der altern Stengel ist bräunlichgrün, rissig und runzlig, die derjünger» Zweige blaßgelb oder grünlich. Die gestielten abwechselnden Blattersind ganz ungetheilt, spitzig, glatt auf beiden Flächen, unten zuweilen etwasweichhaarig; die untern eiförmig-herzförmig, die obern spießförmig, oft anihrem Grunde in Lappen geschnitten. Die Blumen, gegen das Ende derZweige in kleine, kurze, seitwärts überhängende, den Blättern gegenüberste-hende Doldentrauben geordnet, sind von violcttblauer Farbe. Der Kelch isteinblättrig, bleibend, in fünf stumpfe Einschnitte getheilt. Die radförmigeeinblättrige Blumenkrone theilt sich in fünf etwas schmale, spitzige, zurückge-schlagene Lappen. Die fünf Staubbeutel von schön gelber Farbe.sind etwas
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