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stanz 60; Faserstoff, einem verdichteten Schleime ähnlich, wovon 83 Th.sich mehr der Natur der Holzfaser nähern; Wasser und Verlust 104.
Bouillon-Lagrange (Ebend. S. 121.) folgert aus de» von ihmangestellten Versuchen, daß der Lerchenschwamm in die Reihe der animalisir-ten Pstanzenstoffe gestellt werden müsse, und im Allgemeinen scheinen sichauch wirklich die Schwämme der Natur der thierischen Stoffe mehr zu na-hern, als irgend ein anderes Erzeugniß des Pflanzenreichs, indem sie alsletzte Bestandtheil«, außer Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff, eine be-trächtliche Menge Stickstoff enthalten und bei der trocknen Destillation Am-moniak geben. Auch durch ihr schnelles Aufwachsen und Absterben, durchden großen Gestank, welchen sie bei der Zersetzung durch Feuer verbreiten,scheinen sie sich der Natur thierischer Stoffe zu nähern. Proust hat inihnen Benzoesäure und phosphorsauren Kalk entdeckt. Sie haben daher mitRecht spatere chemische Untersuchungen veranlaßt, nämlich von Vauquelin(Schw. I. Xll. 1814. S. 253.) und Braconnot (Ebend. S. 260.).Nach diesen gleicht der unauflösliche fungose Lheil der Schwämme zwar inmancher Hinsicht der Holzfaser, ist aber in Alkalien nicht so unauflöslich wieletztere, giebt eine nahrhafte Speise, und ist ein eigenthümlicher Stoff, demman deshalb den Namen Fungin gegeben hat. Auch sind zwei neue vegeta-bilische Säuren, die Schwammsäule und die Pilzsäure aufgefunden worden.
Bouillon Lag ränge bemerkte schon eine sehr merklich saure Reactiondes Lerchenschwammes; auch erhielt er aus dem Harze des Lerchenschwammesdurch Behandeln mit Kalk und Zersetzen durch Salzsäure Benzoesäure.Durch Salpetersaure erhielt er aus dem Lerchenschwamme Kleesaure, Aepfel-säure und eine dem Fettwachs ähnliche Substanz. Der eingeäscherte Lerchen-schwamm zeigte kohlensaures, schwefels. und salzs. Kali, schwefelsauren undphosphorsauren Kalk, kohlens. Kalk und ein wenig Eisen.
Der Lerchenschwamm, als dessen vorzüglich wirksamer Bestandtheil dasHarz anzusehen ist, wirkt wasserabführend, ist aber in größern Gaben eindrastisches Purgirmittel. Die Pulverform ist zum Gebrauche weniger zu em-pfehlen, als ein weiniger oder schwach geistiger Auszug. Er macht einenBestandtheil der Spccies zu dem sogenannten Lebenselirir aus.
Lollis lllbli. Weißer Bolus.
Ein Mineral, an verschiednen Orten ausgegraben.
Eine zusammenhängende, zeireibliche, weißliche, abschmutzende,befeuchtet zähe Erde, im Wasser zerfallend, größtentheils ausThon bestehend. Der durch Auswaschen von den fremdartigenTheilen gereinigte ist vorzuziehen.
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Der weiße Bolus kommt sehr häufig vor, und ist desto besser, je wei-ßer und reiner er ist. Er besteht aus Thonerde, Kalkerde, Kieselerde, undenthält auch fast immer etwas Eisenornd. Alle Bolusarten haben die Thon-