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große Reizbarkeit, so daß sich bei geringer Berührung die Staubbeutel, derenzwei an jedem Faden befindlich sind, mit Heftigkeit an die Narbe legen,.und den Blumenstand fahren lassen. Der Fruchtknoten ist länglich, fastwalzenförmig, und endigt in einer dicken, scheibenförmigen Narbe.
Die Frucht ist eine rothe, stumpfe, einfächrige, anfangs grüne, zurZeit der Reife rothe, oben mit einem schwarzen Punkte versehene Beere,welche 2 — 3 längliche, stumpft Saamen enthält.
Die Berberize blüht im Mai und Juni, die Früchte reifen im Sep-tember und Ottoder.
Das Fleisch der officinellen Beere besitzt einen angenehm säuern, etwaszusammenziehenden Geschmack, und färbt den Speichel roth. Durchs Aus-pressen der zerquetschten Beeren wird der Saft gewonnen, der zu erfrischen-den Getränken dient. Soll dieser aufbewahrt werden, so muß man ihn erstdurch ruhiges Stehenlassen ganz klar und hell werden lassen, dann behut-sam abgießen, aufkochen, durchseihen und auf gläserne Bouteillen füllen,die fest verstopft und umgelegt werden. Dieser Saft, der zur Vereitungdes Berberizensyrups gebraucht wird, enthält fast keine Citronensäure, da-gegen viel Aepfelsaure.
Von dieser Pflanze sind ehedem Wurzel, Rinde und Saamen in Ge-brauch gewesen.
Ueber die Wurzel, und den in derselben enthaltenen, der Benutzung wer-then, gelben Farbestoff findet man eine lesenswerthe Abhandlung von Bran-des im Xl. Bande des Archivs des Apothekcrvereins im nördlichen Deutsch-land.
Lei-ßlllnotta« uleilln. Bergamottöl.
Ein Präparat technischer Werkstatte aus den Früchten einer Va-rietät von <Ätiu8 ^uil,ntiuiu.
Ein bräunlichgelbes, wohlriechendes, ätherisches Oel. Spec.Gew. — 0,856. ________
Diese Varietät des Pomeranzenbaumes führt den Namen l)itru« der-ßiuniH vul^llri», und ist auf der Insel Barbados einheimisch.
Das Bergamottenöl wird dadurch gewonnen, daß die Früchte diesesBaumes in Trichtern, die inwendig mit hervorragenden Stacheln gleich ei-nem Reibeisen besetzt und in dem Boden mit einem Roste versehen sind, der-gestalt umgedreht werden, baß das mit Oel angefüllte Zellgewebe der Schalevon allen Seiten zerrissen wird, und das freigemachte Oel durch den Rostin die untergesetzte Flasche läuft. Es riecht angenehm, schmeckt bitter. Da-mit es nicht seinen Wohlgeruch verliere, muß es von dem sich zeigenden Bo-densatze öfters abgegossen, und in frische Gläser gefüllt werden.
Mit rauchender Salpetersaure bildet es ein gelbes, mit Vitriolöl einbraunes schmieriges wohlriechendes Harz.
Es dient, um äußerlichen Mitteln einen Wohlgeruch zu ertheilen.