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1 (1828) Einfache Mittel
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gewöhnlich in größern und kleinern Körnern antrifft, mit Gries, Sand undErbe gemengt, «der mit dem Sande in die Flüsse geführt. Die vornehmsteeuropäische Goldgrube findet man in Ungarn.

Man trennt das Gold von den Erzen durch Quecksilber auf die bei ^r-ßentum angegebene Weise. Die eigentliche gelbe Farbe und die äußern Cha-raktere des Goldes sind allgemein bekannt. Es verändert seinen Glanz nichtin der Luft oder im Feuer. Es hat die Eigenschaft, das Licht aquamarin-farben zu brechen. In seinem reinsten Zustande ist es beinahe eben so weichwie Blei, und ist von allen Metallen das geschmeidigste. Die Dehnbarkeitdes Goldes hat beinahe keine Grenzen. Ein Gran Gold kann zu einem 50«Fuß langen Drache ausgezogen werden, und man schlägt das Gold zu Blät-tern aus, die nicht mehr als -^-^^ Zoll an Dicke haben. Seine Ausdeh-nung geht noch weiter, wenn man einen Silbercylinder mit Gold überzieht,und dieser nun zum feinen Drath ausgezogen wird. Reaumur brachte esauf diese Weise dahin, daß das Goldblättchen hier ein 12Millionentheil einesZolles ausmachte. Das Gold schmilzt schwerer als Mlber und Kupfer, undfodert ungefähr -j- 7U5 Thermometergrade, um in Fluß zu kommen. Es leuch-tet dann mit einer meergrünen Farbe, die beim Erkalten des Goldes wieder gelbwird. Es ist wenig flüchtig; wenn es aber im Focus eines starren Brenngla-ses geschmolzen wird, so verbunstet es, und wenn man eine silberne Scheibeeinige Zoll darüber halt, so wird sie von den Dämpfen vergoldet. Läßt maneine größere Masse Gold sich laugsam abkühlen, so schießt das zuerst erstarrt«in kurzen vierseitigen Pyramiden an. Gpec. Gew. zwischen 19,4 und 19,65.

Das Gold hat von allen Metallen die schwächste Verwandtschaft zumSauerstoffe. Für sich wird es bei keiner Temperatur der Luft orydirt; ob-gleich es in Verbindung mit andern oxyoinen Körpern orydirt, und in die-sem Zustande sogar verglast werden kann. Wir kennen bis jetzt mit Sicher-heit nur 2 Oxydationsstufen, das Oxydul und das Oxyd. Ersteres bestehtaus 96,1Z Gold und Z, 87 Sauerstoff.

Das Goldoxyd, aus 89,22 Gold und 10,78 Sauerstoff bestehend, hatsehr wenige Eigenschaften einer Salzbase, vielmehr nähert es sich der Mc-tallsäure, denn es wird zwar von den Säuren aufgelöst, es hat aber auch inhohem Grade die Eigenschaft, sich mit den Alkalien zu eigenen, beinahe farblo-sen Salzen zu verbinden. Will man daher Goldchlorid mit einem Alkali nie-derschlagen, so muß man weniger hinzusetzen, als zur Sättigung des Chlorsnöthig ist. Nach Pelletier, der über das Verhalten des Goldes sehr genaueVersuche angestellt hat (Schw.N.1.1.1821. S. 305.) tritt das Goldoxyd mitkeiner einzigen Säure in Verbindung, sondern alle Goldsalze sind nach ihmVerbindungen des metallischen Goldes mit Chlor, welches an sich, oder in derSalpetersalzsaure (Hau» re^i», Königswasser), das eigentliche Auflösungsmittel'des Goldes ist. Die Verbindung des Goldoxyds mit dem Ammoniak, (das go'd-saure Ammoniak) ist unter dem Namen Knallgold, äurum tulminan«, bekannt.

Eine Verbindung von Zinnoxyd mit Gold in einem noch unbestimmtenVerhaltnisse wird Goldpurpur, Purpur» minerali«, Purpur» C»»»il, genannt,l. 9