VI» Borrede
schenswerth, sie machen es zum wahren Bedürfnis, von 3eit zuZeit eine möglichst vollständige Uebersicht des reinen Besitzes zugeben, um dem praktischen Gebrauche den Gewinn der Wissen-schaft zuzuwenden.
Die Beantwortung der zweiten Frage steht wohl dem Ver-fasser am wenigsten zu, kann jedoch von Andern erst erfolgen,wenn das Geleistete dem öffentlichen Urtheile übergeben wordenist. Der Glaube nun, daß dem Verf. nicht aller Beruf zurAusarbeitung dieses Werkes mangele, wurde in demselben durchdie bürgerliche Stellung, als ausübender Pharmaceut, und zu-gleich durch die Stellung bei der hiesigen Universität, durch wel-che das Praktische und das Wissenschaftliche der Pharmacie gleich-zeitiges Ziel seiner Thätigkeit und seines Wirkens seyn müssen,begründet. Behufs akademischer Vorträge über die bisherigeAusgabe der Preußischen Pharmakopoe zur Sammlung, Anord-nung und Bearbeitung der Hieher gehörigen Materialien veran-laßt, glaubte sich der Verf. nicht unvorbereitet zur Bearbeitungeines Commentars über die neue Ausgabe der Preußischen Phar-makopoe; zugleich hielt er dieses Unternehmen selbst auch nichtin dem Maße seine Kräfte übersteigend, daß er nicht mit gu-tem Vertrauen, durch dasselbe Nutzen stiften zu können, sich fro-hen Muthes daran wagen sollte.
Der erste Theil des Commentars, welcher hiermit dem Publi-cum übergeben wird, enthält die sammtlichen einfachen Mittel, so,wohl diejenigen, welche der Landespharmakopöe zufolge in sammtli-chen Apotheken vorräthig seyn müssen, als auch diejenigen, derenVorhandenseyn nicht durchaus erfoderlich ist, endlich aber auchdiejenigen, welche noch außerdem hinzuzufügen für zweckmäßig er-