^cotum concßntratlim ^eillum »cetioum 801
kann letztere auch wohl in fester Gestalt auftreten. Doch kann auch diebloße Mitwirkung der Wärme den flüssigen Zustand herbeiführen, welcherdie Bedingung der Wirkung der Reagentien auf die durch sie auszumitteln'den Substanzen ist. Es kann aber auch eine Prüfung auf trocknen, Wegestattfinden, und hierzu gehört nun, daß die zu untersuchende Substanzentweder für sich oder mit verschiedenen Schmelzmitteln vor dem Löthrohrebehandelt wird, durch dessen Gebrauch in zahlreichen Füllen schnelle undsichere Entscheidung erhalten wird. Ist das Auflösungsmittel für die zuendeckende Substanz nicht bloßes Wasser, sondern etwa eine Säure, sowird sehr oft die Wirkung des Reagens dadurch ganz umgeändert, und esgilt daher vorgängige Neutralisirung der Flüssigkeit als eine fast allgemeineRegel bei Anwendung von Reagentien. Mannigfaltig wird auch die Wir-kung der Reagentien modificirt, wenn die durch ein Reagens auszumitte!»deSubstanz sich mit verschiedenen andern in einer und derselben Auslösung be-findet, wodurch mannigfaltig modisicirte Veränderungen der Farbe, verschie-den gefärbte Niederschäge u. s, w. entstehen können. Ein auffallendes Bei-spiel hiervon findet sich in Buchner's Repert. VIl. S. 127, wo ein Essig,zur Prüfung auf Schwefelsäure, mit essigsaurem Bleioryb und dann mitSalpetersaure versetzt wurde, welche letzter«, statt die schwache Trübungverschwinden zu machen, vielmehr jetzt erst einen reichlichen Niederschlag be-wirkte. Hier hatte die Umhüllung der Schwefelsäure durch thierischen Leim,womit dieser Essig geklärt worden war, die Einwirkung des Blcioxydesauf die Schwefelsäure gehindert, die sich zeigte, als der thierische Leimdurch die Salpetersäure zerstört wurde. Sind in einer Flüssigkeit mehrereSubstanzen enthalten, auf welche ein und dasselbe Reagens wirkt, so ge-schieht dieses doch nicht gleichzeitig auf alle, sondern in einer gewiss«, Fol-genreihe nach dem Grade der Verwandtschaft, es muß also in solchem Falledas Reagens vorsichtig nach und nach zugemischt, auch durch sorgfältigesUmrühren mit allen Theilen der Auflösung in Berührung gebracht werden,damit es nicht, bloß in einer dünnen Schicht sich verbreitend, auch dieübrigen Substanzen aus dieser Schicht niederschlage, ehe es die Auflösungvon dem einen Bestandtheile ganz befreit hat.
^««tum concentratum. Concentrirtcr Essig.
— 668tiIIatmi,. Deslillirter Essig.l^cicluln ÄWtieum. Essigsäure.
Der Essigsäure bedient man sich, um freies Ammoniak zu entdecken, in-dem man einen damit befeuchteten Glasstab «der Glasröhre über die zuprüfende Substanz hält, aus welcher die Entwickelung des Ammoniaks ei,^wartet wird. Ist Ammoniak vorhanden, so erheben sich um den Glasstalsichtbare Nebel, von dem sich bildenden essigsaurem Ammoniak herrührend.Ferner braucht man die Essigsäure, um Basen, namentlich kohlensaure Al-" 51