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lösung; oder indem man (1 At.) krystallisirtes schwefelsaures Zinkcxyd und(1 At.) krystallisirtes essigsaures Bleioxyd, beide in Wasser aufgelöst, miteinander vermischt; die vom Niederschlage absiltrirte Flüssigkeit wirb durchSchwefelwasserstoffgas von jeder Spur Blei befreit; oder man bringt eineBleizuckeraustösung von 1 Th. Salz in 14 Th. Wasser mit metallischemZinke so lange in Berührung, bis Schwefelwasserstoff keinen oder einen reinweißen, und eben so wenig auch Schwefelsäure einen Niederschlag giebt.Das essigsaure Bleioxyd schießt in sechsseitigen Blättern an von talkartigemAnsehn und Perlmutterglanze, es verwittert etwas in trockner Luft, undverbrennt auf Kohle vor dem Löthrohre mit der dem Zinke eigenthümlicheuErscheinung, in Wasser ist es leicht auflöslich.
Blau saures Zinkoxyd (X inen in I>^6i-«)c)'»nioum), wel»ches gleichfalls in neuerer Zeit in der Medicin gebraucht worden ist, wirddadurch erhalten, daß man reines eisenfreies schwefelsaures Zinkoxyd mit ei-ner Auflösung des Cyaneisenkaliums niederschlägt, und den Niederschlag gutauswäscht. Dieser stellt nach dem Trocknen ein weißes, geschmackloses Pul-ver dar, welches in Wasser und verdünnten Säuren auflöslich ist.
Bei etwanigen Vergiftungen durch Zinksalze ist das im 1. Tb. S. 898.angegebene Verhalten der Reagentien gegen die Jinksalze zu berücksichtigen,und zugleich, da fast nur Zinkvitriol im Gebrauche ist, die Gegenwart derSchwefelsaure durch Barytsalze nachzuweisen. Auch ist die Probe vor demLöthrohre nicht zu verabsäumen, vor allem aber ist zur völligen Beweisfüh-rung die Reduction des Metalls erfoderlich, uud da dieses Metall in derHitze flüchtig ist, so geschieht die Reduction am zweckmäßigsten mit einemZusätze von Kupfer; wird dann als Metallkorn Messing erhalten, so istdas Dasein des Zinks erwiesen. (Vergl. Medicinisch-chemische Untersuchungzweier Zinkvergiftungen von vr. v. Sartorius und br. I. P. Mon-heim 1826, und im Auszuge in Brandes's Archiv XXlV. S. 2Z.)