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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Ilnßue^tum I'erebintlünas I^rea 783

gewaschenes Schweineschmalz zwei Unzen.Mische sie aufs genaueste, daß es eine sehr weiße Salbe werde.

5 IInAuentum ^srebintlun»«. Terpenthinsalbe.

sllnguentuln «1i^e8tiiii,n. Digestivsalbe.)Nimm: Venetischen Terpenthin zwölf Unzen,reinsten gemeinen Honig vier Unzen,frisches Baumöl drei Unzen,gepulverte glanzende Alo« eine Unze.Sie werden genau gemischt, daß es eine bräunliche Salbe werde,die vor dem Dispensiren von neuem gemischt werden muß.

5 Vnßuentum 2in«. Zinksalbe.(IHnßuentuiu 6e ^.ikilo.)

Nimm: Zinkoxyd eine Drachme,

einfache Salbe neun Drachmen.Sie werden innigst gemischt, daß es eine sehr weiße Salbe werde.

*5 Urea. Harnstoff.

Der Harnstoff, von Rouelle zuerst I77Z als Nxtiüctun, «»von»-«um ulinae unterschieden, macht einen wesentlichen Bestandtheil des Harnsder Menschen, Löwen, Tieger, Biber, Nashorn, Elephanten, Pferde, Esel,Kameele, Kühe, Kaninchen, Schweine und Frische aus. Er ist in unsererZeit als Heilmittel angewendet worden, und scheint harntreibende Kräfte zubesitzen, übrigens aber auf den Organismus nicht nachtheilig einzuwirken.Laennec hat bei einem therapeutischen Versuche an einem Wassersüchtigen,dem er täglich eine Drachme Harnstoff gab, ihn sehr nützlich gefunden, dennnach drittehalb Monaten wurde der Kranke gesund aus dem Spital« ent»lassen.

Um den Harnstoff darzustellen, wird frisch gelassener Harn von gefun-den Menschen gelind bis zur Syrupsdicke abgedampft. Diesen Syrup ver-mischt man mit einem gleichen Volumen Salpetersäure von 1,20 spec. Gew.,rührt die Mischung um, und setzt sie in ein Bad von Eiswasser, wobei dersalpetersaure Harnstoff in Krystallen anschießt. Diese Krvstalle wäscht manmit eiskaltem Wasser, läßt sie abtropfen und trocknet sie zwischen Fließpa-pier ab. Dann löst man die Krystalle wiederum in Wasser auf, setzt ihneneine hinlängliche Quantität kohlensaures Kali zu, um die Salpetersäure zuneutralisiren; das salpetersaure Kali wird durch Krystallisatwn abgeschieden,der flüssige Harnstoff mit thierischer Kohle in einen Teig verwandelt, mitkaltem Wasser digerirt, filtrirt, und bei sehr gelinder Wärme concentrirt,Alkohol nimmt dann nur den einfachen Harnstoff auf, den man durch ge-lindes Verdampfen krystallisirt.