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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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stein an, besonders über das MischungsverMtniß desselben. Gehlen em-Pfahl 1805 wieder das Algarothpulver vor allen übrigen SpicßglanzprHpa-raten zur Bereitung des Brechweinsteins. Buche lz theilte 1806 und 1811aufs neue Erfahrungen über die Bereitung des Brechweinsteins mit, undzeigte, daß das Gpießglanzoryd sich bei weitem leichter, als man sonst glaubte,mit dem Weinsteine verbinde, daß kein mehrtägiges Digeriren der zu einemBreie angerührten Masse nöthig sey, sondern die Verbindung in 2 bis 3Stunden erfolge, und daß die Krystallisation des Brechweinsteins nothwen-tig sey. Bucholz schrieb also vor, 3 Th. Spießglanzoxyd mit 4 Th. ge«pulverten Weinsteins mit destillirtem Wasser zu einem Breie in einer por-cellanenen Schale zusammen zu reiben, im Sandbade zu erwärmen, so daß«s sich dem Sieden nähere, zuletzt in einem blanken kupfernen Kessel mitWasser zu kochen, und die filtrirte Lauge zur Krystallisation hinzustellen.Henry (Buchn. Repert. XXIV. 18Z6. S. 216.; Trommsd. Taschenb. für1327.) hat neuerlichst wieder das Algarothpulver vorgeschlagen, und folgen»des Verhältniß zur Bereitung desselben vorgeschrieben: 1,250 KilogrammeGchwefelantimon; 6,900 Kilogramme Chlorwasserstoffsäure und 0,080 Kilo-gramme Salpetersäure; 100 Th. des auf diese Weise bereiteten Algaroth-pulvers werden mit 145 Th. Weinstein und der erfoderlichen Menge Wassergekocht. Nach der pnarmacopoe» L^llic» werden 2 Th. metallisches Spieß-glanz mit 3 Th. concentrirter Schwefelsäure gekocht, die dadurch erhalteneweißgraue Masse (basisch schwefelsaures Spießglanzoryd^ mit Wasser ausge-süßt und mit dem gleichen Gewichte gereinigten Weinsteins gekocht. Dieseverschiedenen Bereitungsweisen sind jedoch entbehrlich gemacht worden durchdie Vorschrift, welche unsere Pharmakopoe zur Darstellung des Brechwein-steins giebt, und welche im Wesentlichen mit dem von Bucholz, welcherChemiker sich auch hierbei großes Verdienst erworben hat, angegebenen Ver-fahren übereinstimmt.

Unserer Pharmakopoe zufolge werden gleiche Theile Antimonoryd (8ti-dium ox)'6»tum ^ri»eum), gepulverter gereinigter Weinstein und destillir-tes Wasser in einer porcellanenen Schale gemischt; die breiige Masse wirdeine Stunde hindurch digerirt, zuletzt aber die Hitze bis zum Siedepunktedes Wassers gesteigert. Man untersucht jetzt die Masse, indem man etwasdavon in kochendes Wasser trägt, löst sich dieses bis auf einen kleinen An-theil weinsaurer Kalkerde auf, so setzt man das Fünffache siedenden destillir»ten Wassers hinzu, filtrirt heiß, und stellt die filtrirte Lauge zum Krystal-lisiren an einen kühlen Ort. Die von den Krystallen abgegossene Laugewird verdampft, zur Krystallisation befördert, und dieses so lange wieder-holt, als noch ungefärbte Krystalle erhalten werden. Dann werden sämmt-liche gesammelte Krystalle zerrieben, in 16 Th. kalten destillirten Wassersaufgelöst, die Auflösung filtrirt, und von neuem krystallisirt. Die jetzt er-haltenen Krystalle werden nach dem Trocknen fein zerrieben, und in einemwohl verstopften Glase aufbewahrt.

Die gegenseitige chemische Einwirkung des Antimonoryds und des zwei-