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Wasser 8 bi« 9 Stunden zu kochen, und die heiß siltrirte Auflösung entwe«der zur Krystallisation oder zur Trockne zu verdunsten. Die Verfasser desbrandenburgischen Dispensatoriums gaben 1698 ein Verfahren an, das auchin den später« Ausgaben von 1715 und 1753 beibehalten wurde, und nachwelchem gleiche Theile feingeriebenes Spießglanzglas oder Metallsafran undWeinstein mit 6 2H. Regen- oder Flußwasser 2 Tage digerirt, hierauf dasGanze ins Kochen versetzt, die Auflösung siedend heiß fittrirt, und derdurchs Erkalten ausgeschiedene Brechweinstein mit Wasser abgespühlt, ge-trocknet und zu Pulver zerrieben werden sollte. Aehnliche Vorschriften ga:t«n Friedrich Stabel 1728 und Valentin Kräutern»««« 1729,wobei Elsterer zugleich bemerkte, daß der Brechweinstein nicht, wie mannach Lemery's Meinung noch immer und auch noch späterhin glaubte,seine brechenerregende Kraft von den schwefligen Theilen des dazu verwen-beten Spießglanzpräparats erhalte, sondern von dessen aufgelösten Bestand-theilen selbst. Ioh. Geoffroy bewies 17Z4 den Spießglanzgehalt desBlechweinsteins durch Versuche. Macquer empfahl 1766 zuerst vorzugs-weise das Algarothpulver zur Bereitung des Nrechweinsteins. Lassonnezeigte 1768 durch belehrende Versuche, daß das bessere Verfahren darin be,stehe, den aus der Spießglanzbutter durch schwache KaUlösung gefällten undausgewaschenen Niederschlag mit dem gleichen Gewichte Weinstein und dergehörigen Menge Wasser zu sieden, und wie gewöhnlich das Salz aus dersiltrirte« Lauge durch Krystallisation zu gewinnen. Bergmann gab nacheiner Reihe von Versuchen dem von Macquer vorgeschlagenen Algaroth-pulver den Vorzug, und bestimmte auf 5 Unzen gereinigten Weinstein 2Drachmen Algarothpulver Der von Bergmann dargestellte Brechwein-stein bedurfte jedoch bei mittlerer Temperatur 80 Th. Wasser zu seinerAuflösung. Caille zeigte 1779, daß der aus den verschiedenen Spieß-glanzpräparaten dargestellte Brechweinstein in seinen ersten Anschüssen, nochmehr wenn das Salz umkrnstallisirt würde, von einerlei Beschaffenheit undWirkung sey. 1799 schrieben die Herausgeber der ?I«rm2o<>i>ue» linru«-»io» vor, den Brechweinstein durch einstündiges oder etwas längeres Sie-den gleicher Theile Metallsafran und Weinsteinrahm mit der IZfachen MengeWasser in nicht metallischen Gefäßen, Filtriren, Verdunsten und Abkühlender Auflösung zu gewinnen, die sämmtlichen erhaltenen Krystolle zu einemgleichförmigen Pulver zu zerreiben, und zum Gebrauche aufzuheben. Diese«Verfahren wurde 1801 von Fischer für das vorzüglichste erklärt, in wel-chem Jahre auch Bucholz sehr belehrende Versuche bekannt machte, undunter andern zeigte, daß bei Anwendung des Spießglanzglases auch Ker-mes gebildet werde, und daß ein reiner Brechweinstein eine rein weißeFarbe zeige, eine gelbliche Farbe desselben aber von dem Eisengehalte derzu seiner Bereitung angewandten Spießglanzpräparate herrühre. Hermb.stidt empfahl 1802, bei der Bereitung des Brechweinstein« sich einesGpießglanzkessels zu bedienen, womit auch Gehlen übereinstimmte. Umdies« Zeit stellte Thinard eine Reihe von Versuchen über den Brechwein.