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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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'lartaru» Linmoniatu»

einer hinreichenden Menge heißen bestillirten Was-sers.

Dann setze hinzu

kohlensaure Ammoniakflüssigkeit,soviel, daß das Ammoniak ein wenig vorwalte. Die filtrirteFlüssigkeit werde in einem gläsernen oder porcellanenen Gefäßebei gelinder Warme verdampft, und bei Seite gestellt, damitKrystalle sich vereinigen, welche abgewaschen, getrocknet, und ineinem gut verschlossenen Gefäße aufbewahrt werden.

Sie müssen sehr weiß, zueist etwas durchsichtig, mit der Zeitundurchsichtig, in Wasser leicht auflöslich, von einem kühlendenbittern Geschmacke, soviel als möglich neutral, und von metal-lischen Verunreinigungen und weinstemsaurer Halkerde frei seyn,was wie bei dem weinsteinsauren Kali erforscht werden kann.

Wer diese« Salz zuerst dargestellt habe, «der in welchem Jahre diesesgeschehen sey, läßt sich nicht mit Gewißheit angeben; doch muß es schon inder letzten Hülste des 17. Jahrhunderts bekannt gewesen seyn, da Nic.Lemery 1675 mit diesem Salze «inen auflöslichen Blechweinstein zu be-reiten vorschreibt. Schon 1710 hat Rothe eine freilich ganz unvollstan»dige Vorschrift zur Bereitung dieses Salzes gegeben, die aber erst 1750bekannt wurde. Caspar Neumann gab eine mit den später« im We-sentlichen übereinkommende Vorschrift zur Bereitung dieses Salzes. 1799gaben die Herausgeber der preußischen Pharmakopoe die auch noch in derbisher gültigen Ausgabe von 1813 aufgenommene Vorschrift, daß gerei-nigter Weinstein mit kohlensaurem Ammoniak etwas übersättigt, die Auf-lösung siltrirt und bei gelinder Wärme zur Trockne verdampft werden sollte.Da aber immer ein Theil Ammoniak bei dem Verdampfen verflüchtigt wird,so hatte schon 1738 Westrumb vorgeschlagen, dieses Salz durch Krystal-lisation darzustellen, welches Verfahren von Trommsdorff und Grenangenommen, und eben so 1805 von Bucholz für zweckmäßig gefundenund beschrieben wurde. Da nun das durch Abdampfen der Salzlauge biszu« Trockne bereitete Präparat auch selbst bei sehr gelindem Abdampfen,noch mehr aber, wenn das Abdampfen bei etwas stärkerer Hitze geschah,eine nicht unbedeutende Menge Weinstein enthält, so hat auch unsere jetzigePharmakopoe vorgeschrieben, dieses Salz durch Krystallisation darzustellen.Indessen entweicht auch hier während des nöthigen Abdampfens Ammoniak,und man muß daher die Lauge so concentrirt wie möglich bereiten, so we-nig wie möglich Wasser zur Auflösung des Weinsteins anwenden, damitkein lange« Abdampfen nöthig werde. Gempt (Brandes'« Archiv XI. S.370.) erhielt dadurch, daß er die völlig neutrale concentrirte Lauge, durchSättigen de« Weinsteins mit flüssigem Aetzammoniak bereitet, die zur Ab-