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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Hul^lmr «tibiatunl rubeum

der absiltrirten heißen Lauge durch kalte« Wasser bereiten. Allein ungeach-tet der von ihm empfohlenen großen Wirksamkeit wurde dieses Präparatwenig deachtet, bis es 1714 von dem Carthausermönch Simon bei einemfür verloren gehaltenen Mönchsbruder, der an heftigen, Ersticken drohen»den Brustbeschwerden krank darniederlag, und von dem Senior der parisermebicinischen Facultüt Thuillier hülsios gelassen worden war, auf An«rathen des Wundarztes de la tigerte angewendet wurde, und man vondemselben die auffallendsten Wirkungen wahrnahm, weswegen es, und beson-ders weil es in jenem Carthäuserkloster lange als ein Geheimniß verkauftwurde, den Namen Carthäuserpulver (Pulli» Oaitnuzi^norum, knuär«cn»rtreux) erhielt. Der Carthäuserbruder Sim»n hatte die als Geheim»niß bewahrte Bereitung dieses Mittel« 1713 von dem Lhemisten und Wund»orzt de la Ligerie erhalten, der e« von Ch asten ay, französischem Of»ficier zu Landau, erfahren, welche» wiede« früher es von einem SchülerGlaube»'«, einem deutschen Apotheke», erlernt hatte, und welcher letzteredieses Mittel ^IKerme« »uriticum inines°»I« nannte. Da nun nach jenemVorfalle diese« Mittel« von Thutllier selbst und von Lemery d. I.öffentlich mit Ruhm erwähnt, di» allgemeinere Anwendung desselben aberdurch die als Geheimniß bewahrte Bereitungsweise ««»hindert wurde, sofand sich der damalige Regent von Frankreich, der Herzog von Orleans,bewogen, dem de la Ligerie im Namen de« minderjährigen Königs dasGeheimniß der Bereitung zur öffentlichen Bekanntmachung abzukaufen. DieseWereitungsweise war von der von Glauber und Lemery gegebenenVorschrift nicht wesentlich verschieden.

Bereits Geoffroy fand bei einer 17Z4 und 17Z5 veranstalteten Un>tersuchung des Mineralkermes, die ihn Spießglanzmetall und Schwefel darinfinden ließ, daß das gewöhnliche Verfahren durchs Sieden des Schwefelspieß»glanzes mit einer Auflösung des kohlensauren Kalis sehr langweilig sey undwenig Ausbeute gebe, er gab daher als bessere Bereitungsweise an: 1 Th.kohlensaures Kali und 2 Th. Schwefelspießglanz zu schmelzen, die geschmol»zene Masse mit Wasser auszukochen, die Lauge abzukühlen, den dabei sich aus»scheidenden Kermes von der Lauge zu trennen, und den Rückstand des Schwe-felspießglanzes noch Lmal mit der abgegossenen Lauge auszukochen. Obgleichman sich vielfältig bemühte, das unzweckmäßige Verfahren de la Lige«rie's zu verbessern, obgleich Dossie 1768 zeigte, baß statt des kohlensau»ren Kalis Aetzkalilauge zweckmäßiger sey, die auch 176Z von Baum 6 aufeine bestimmte Weise vorgeschrieben wurde, fö wendete man doch bis 1779gewöhnlich das Auskochen von 1 2H. Schwefelspießglanz mit 4 oder 1 Th.kohlensaurem Kali an, und nur die Verhältnisse wurden in diesem Jahrevon den Herausgebern der schwedischen Pharmakopoe geändert, nämlich auf1 Th. Schwefelspießglanz wurden 4 Th. gereinigtes Potaschenkali vorge-schrieben. Piderit und die übrigen Herausgeber der I>n»rin»eoß<ie» r»-tionali» ließen 178U 1 Th. Schwefelspießglanz mit 3 Th. reiner Aetzlauge1 bis 2 Stunden hindurch kochen. Auch Wieg leb gab 1786 Aetzkalilauge