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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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die letzteren helleren dagegen mehr Schwefel enthielten, wa« erst in derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Fall war. In Folge dieser er«langten Kenntniß versuchte Hirsching zuerst 1761 durch einen Zusatz vonSchwefel das verlangte Präparat durch eine einzige Niederschlagung darzu»stellen, indem 1 Th. Schwefelspießglanz, 2 Th. Schwefel und 4 Th. Pot»aschenkali in einem Tiegel geschmolzen, und 4 Stunde in dünnem Flusse er»halten wurden, worauf die ausgegossene Masse gepulvert, in 3 Th. Wasserdurch Sieden gelöst, klar geseiht und mit verdünnter Schwefelsäure gefälltwurde. Wieg leb fand 1775 das Verhältnis des Schwefels zu groß, undschrieb auf 2 Th. Schwefelspießglanz nur 1 Th. Schwefel und 6 Th. Pot«asche vor. Da aber das auf diese Weise dargestellte Präparat zu heftigeWirkungen äußerte, so änderten die Herausgeber der stralsunder Apothe«kertare das Verhältniß wieder, und schrieben vor, gleiche Theile Schwefel«spießglanz und Schwefel mit dem doppelten Gewicht« Potaschenkali zuschmelzen, welche Vorschrift auch von den Herausgebern des vi»uen,l>tor.Loru«»» I>r»n6«ub. aufgenommen wurde. Wieg leb änderte hierauf seinVerfahren dahin ab, daß beide Stoffe in dem angegebenen Verhältnisse inAetzkalilauge aufgelöst werden sollten. Aehnliche Vorschriften gaben Gott»ling 1781 und Westrumb 1798. Um die Verunreinigung des Präpa«rats mit Arsenik durch den zugesetzten Schwefel zu vermeiden, schrieb Hah»nemann 1799 vor, 4 Th. schwefelsaures Kali mit 1 Th. Kohlenpulvergemengt zu schmelzen, dann 1 Th. Schwefelspießglanz mit eben so vielPotaschenkali abgerieben hinzuzutragen, und die fließende Masse auszugie»ßen. In demselben Jahre gaben die Herausgeber der preußischen Pharma«topie «in Verfahren an, welches auch in die späteren Ausgaben überging,und folgendes war: gleiche Theile Schwefel und Schwefelspießglanz wurdenin Aetzlauge gelöst, die Auflösung filtrirt, verdünnt und mit Schwefelsäuregefällt. Trommsdorff gab 1801 folgendes Verfahren an: 16 Th. schwe«feisaures Kali, 4 Th. Schwefelspießglanz und 1 Th. Kohle werden zusam»mengeschmolzen, und wie gewöhnlich verfahren. Rink fand, daß 1 Th.Kohle zur völligen Desoxydation von 16 Th. schwefelsauren Kalis nichthinreichend sey, und daß 2 Th. Kohle genommen werden müßten. Du»mesnil schrieb, ohne voriges Verfahren zu kennen, im Jahr 1802 4 Th.schwefelsaures Kali, 2 Th. Schwefelspießglanz, 1 Th. Schwefel und ebenso viel Kohle vor. Nucholz fand 1810 folgendes Verhältniß als das rich»tige: 8 Th. schwefelsaures Kali, 6 Th. Schwefelspießglanz und iz Th.Kohle.

Den Mineralkermes hatte schon Glauber gekannt und ihn 1658 zubereiten gelehrt, wiewohl sehr dunkel und geheimnißvoll, durch Kochen desGchwefelspießglanzes mit selbstzerflossenem fixen Salpeter (dem alkalischenRückstande vom Verpuffen des Salpeters mit Kohle), und Glaub er hattedas gewonnene Präparat unter dem Namen eines Unioersalmittels angeführt.Deutlicher lehrte es Nie. Lemery 1707 durch Kochen des Schwefelspieß-glanzes mit kohlensaurem oder auch mit ätzendem Kali und Niederschlagen