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angeführt worden. Osann (Kastn. Archiv IV. S. Z44.) beobachtete, baßdie aus Schwefelleber (durch Schmelzen aus kohlensaurem Kali und Schwe-fel bereitet) erhaltene Schwefelmilch Kohle enthalte. Nasselbe hatten schonfrüher Geiger (Trommsd. N. I. U. 2. S. 424.) und Döbereiner(Elemente der pharmaceutischen Chemie. 2te Auflage. S. 177.) bei deraus zweifach schwefelsaurem Kali erhaltenen Schwefelleber bemerkt. West-rumb hatte in der Schwefelmilch ein Stinlharz gefunden, welches dersel-ben einen eigenen Beigeruch mittheile. Nach Osann ist auch der gewöhn-liche Schwefel häusig kohlenhaltig, und er glaubt, daß der Kohlengehaltdes Schwefels von organischen Stoffen herrühre, die derselbe anziehe. EinVersuch mit arabischem Gummi, welcher mit einer Lösung von Kalkschwe-felleber vermischt, und woraus der Schwefel durch Salzsäure gefällt wurde,scheint die Affinität des Schwefels zu organischen Stoffen zu bestätigen,denn der Schwefel enthielt etwas Gummi (vielleicht mechanisch beigemengt, D.).
Ein reiner Schwefelniederschlag muß geruch» und geschmacklos seyn,und sich auf einer Porcellantasse völlig verflüchtigen. Bleibt ein geringerRückstand, so kann dieser von den im Kali vorhanden gewesenen erdigenTheilen herrühren, und dann ist das Präparat nicht verwerflich; ist aberder Rückstand bedeutend, bei einem auf dem Wege des Handels bezogenenPräparat, so kann dieser Lhonerde seyn, wenn statt der SchwefelsaureAlaunauflösung zum Niederschlagen angewendet worden seyn sollte; Gyps,wenn Kalkschwefelleber mit Schwefelsäure pröcipitirt wurde. Ist der Rück-stand Schwefeleisen oder Schwefelkupfer, so werden sich diese Metalle inder salpetersauren Auflösung durch Cyaneisenkalium u. f. w. erkennen las-sen. War die Schwefelmilch nicht gehörig ausgelaugt, so wird das rück«ständige schwefelsaure Kali sich in Wasser auflöslich zeigen. BeigemengtesAmylum, um dem Präparate eine empfehlende weiße Farbe zu geben, wirdvon heißem Wasser ausgelöst und durch Iodtinctur blau gefärbt. Um dasPräparat auf Arsenik zu prüfen, der auch durch eine arsenikhaltige Schwe-felsäure hineingebracht seyn kann, wird 1 Th. mit 4 Th. Salpeter in klei-nen Gaben in einen glühenden Schmelztiegel getragen; die verpuffte Massewird in Wasser gelöst, mit salpetersaurer Silberausiüsung versetzt, der sichetwa zeigende rothbraune Niederschlag gesammelt, und mit etwas Kohlen-pulver in einer kleinen Barometerröhre geglüht, wo sich ein Anflug vonmetallischem Arsenik zeigen wird. (Vergl. auch 1. Th. S. 8Z0.)
Der Schwefelniederschlag wird innerlich in Pulverform angewendet;seine vorzügliche Wirksamkeit verdankt er ohne Zweifel der höchst seineuZertheilung.
8u1j,1lur 8tjbiatilin mnantiacum. PomcranzenfarbenerSpießglanzschwefel.
(8uI^>Iiur ^ntimonii auratuin. Goldschwcfel. 8udbiolilore>tum 8lis>ii.