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des Kessels vom Feuer werde emsig und schnell gerührt, daß esweiß werde. Dann, nachdem der Kessel wieder auf ein sehr ge-lindes Feuer gebracht worden, werde nach und nach das Weißevon fünfzehn frischen Eiern, welches mit zwei UnzenPomeranzenblüth wasscr in einen dichten Schaum gebrachtworden, hinzugcmischt und aginrt, bis ein klein wenig von derMasse herausgenommen nicht mehr, von dem bewegten Spatelabfließt. Endlich werde sie in Papicrkapseln, die auf ausge-spannte Gaze gelegt worden, und die gut bedeckt werden müs-sen, ausgegossen, und an einem warmen Orte vorsichtig ausge-trocknet. In kleine längliche Tafeln zerschnitten bewahre sie aneinem trocknen Orte auf.
Sie sey sehr weiß, leicht, nicht zähe.
Zu der früher officinellen Altheepastc wurde ein Aufguß von geschälterAltheewurzel angewendet, in welchem Mimosengummi und Zucker aufgelöstwurden. Da aber die gelbliche Farbe dieses Aufgusses der schön weißen Farbe,sobald diese als ein Erfoderniß der Paste angesehen wurde, hinderlich war,so wurde allgemein die sogenannte Altheepaste ohne Althee bereitet, daherdieselbe denn auch jetzt den Namen Gmninipaste erhalten hat. Soll nunaber diese Paste von einer möglichst blendenden Weiße dargestellt werden,so müssen die Substanzen selbst, welche zur Bereitung derselben dienen sol-sollen, möglichst rein, das Mimosengummi auserlesen rein und weiß, undder Zucker Raffinade feyn. Sind diese Bedingungen erfüllt, so kann manauch, da dann das Coliren unterlassen werden kann, die Menge des vorge-schriebenen Wassers, um dem langen Abdampfen zu entgehen, um dieHülste verringern, zuerst das Mimosengummi und dann den Zucker barinauflösen, worauf die Auflösung zum Absetzen 24 Stunden hindurch stehenbleibt. Die klar abgegossene Auflösung kann man nun gleich in einem rechtblanken kupfernen Kessel in die Wärme bringen, oder auch kalt lassen, unddas Weiße von recht frischen Eiern einrühren, deren Anzahl man ohneNachtheil verdoppeln kann, welches man zu einem recht steifen Schaumschlägt, wobei die dickliche Masse unausgesetzt von einem andern Arbeitergerührt wird, damit der Schaum nicht falle. Ist der Schaum völlig hlweingerührt worden, so bringt man den Kessel auf gelindes Kohlcnfcuer, wobei das Rühren ununterbrochen fortgesetzt und die Hitze zum Abdampfennur so weit gesteigert wird, daß der obere Rand des Kessels von der blo>ßen Hand sehr gut berührt werden kann, weil eine starke Hitze der Weißedes Präparats nachtheilig ist. Am besten geschieht das Verdampfen an ei:»em freien Orte, damit nicht die im Laboratorio schwebenden Staubtheil-chen in die Masse fallen und sie färben. Hat die Masse «ine solche Consl-ftenz erlangt, daß sie von dem aufgehobenen Spatel herunterfließend nicht