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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Ole» rectilicata

lenstoff 88,44 und Wasserstoff 11,55, was sehr gut mit ten oben angegebe-nen Resultaten der chemischen Analyse übereinstimmt.

Das Nerpenthinöl enthalt, außer dem schon erwähnten, noch eine ge-ringere Ncnge eines andern Stearoptens, das man besonders aus demschon lange aufbewahrte» Oele erhält, aus ^ dem es sich bisweilen inKrystallcn absetzt. Man erhalt es theils durch Abkühlung, theils da-durch, daß man das Oel längere Zeit in einem Dcstillationsgefäße einerTemperatur von -^20° aussetzt, wobei sich das Stearopte» sublimirt, theilsdurch Destillation des Oels ohne Wasser, wobei gegen Ende ein sauresWaffer übergeht, welches dasselbe aufgelöst enthält, und woraus es sich durchAbkühlung bis zu mehreren Graden unter 0 ° nach mehrtägigem Stehenabsetzt. Es schießt in durchsichtigen, farblosen, rechtwinkligen, prismatischenKrystallen an, die oft 5 bis Lstrahlige Sterne bilden. Es besitzt weder Ge-schmack noch Geruch, ist schwerer als Wasser, schmilzt bei -4- 150 ° E,und sublimirt sich unverändert zwischen -4- 15U° und 155°. Auf glühendeKohlen geworfen, verflüchtigt es sich mit harzartigem Gerüche, ohne sichzu entzünden. Es löst sich in 200 Th. kalten und in 22 Th. heißen Was-ser« auf, und krystMsirt daraus beim Erkalten. Es ist auf blauesund gerötycte« Lackmuspapie« ohne Wirkung. Von Alkohol wird es leichtaufgelöst und daraus durch Waffer niedergeschlagen; auch von Aether wird«s aufgelöst, und daraus durch Wasser niedergeschlagen; warmes Terpen-thinöl löst dasselbe auf, ohne es wieber in der Kälte abzusetzen. In war-men Mohnöle aufgelöst, setzt es sich daraus beim Erkalten wieder ab. Vonrectificirter Schwefelsaure wird es mit rother Farbe und unter Entwickeluugbalsamischer, nach Moschus riechender Dämpfe aufgelöst, welche das Lack-muspapier vorübergehend röthen. Aus der sauren Auflösung wird es vonWaffer, aber mit veränderten Eigenschaften, niedergeschlagen. ConcentrirteSalpetersäure löst dasselbe in der Kalte unverändert auf, und zersetzt es inder Wärme. Essigsäure löst dasselbe, auch in der Kälte, leicht auf. Indieser Art von Auflösung befindet es sich in dem übergehenden sauren Was-ser bei der Destillation des Terpenthinöls. Chlorw^fferstosssäure löst dasselbeerst in der Wärme auf. Alkalien wirken nicht darauf, und entwickeln da-raus keinen Ammoniakgeruch. — Ist dieses Gtearopten (dessen bereits in»l. Th. S. 847. kurz« Erwähnung geschehen ist), fragt Berzelius, einProduct von der Zersetzung des Oels durch Einwirkung der Luft, oder ver-liert letzteres dadurch nur das Vermögen, dasselbe aufgelöst zu erhalten?

Das Terpenthinöl hat man auch versucht, mit kaustischem Alkali zuverbinden, wovon die sogenannte Starkcn'sche Seift (8ano 8t-usiß?2nu5>ein Beispiel ist. Man erhält dieselbe, wen» frisch geschmolzenes Natron-hydrat in einem Mörser zuerst mit etwas Lerpenthin gerieben, und hieraufnach und nach in kleinen Antheilen, unter beständigem Reiben, Terpenthinölzugesetzt wird, bis die Masse endlich die Eonsistenz von Seife erlangt HaiMan löst sie hierauf in Spiritus, siltrirt und destillirt den Spiritus abDie erhaltene Verbindung besteht aus Natron mit einem aus dem Oele