Oleu rock'/icllt»
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Luft getrocknet. Er kann bann durch Sublimation mit Kalkhydrat, kohlen-saurer Kalkerde, trockner Asche, Kohlenpulver u. dergl., oder durch Auflö-sung in Alkohol und Ausfüllung mit Wasser »och weiter gereinigt melden.Er hat dann folgende Eigenschaften: Er ist weiß, durchscheinend, krystalli»nisch oder in Nadeln angeschossen, etwas zihe, schwimmt auf Wasser, riechtschwach wie Campher, und zugleich, wenn er nicht ganz rein war, etwasnach Terpenthinöl und schmeckt mehr gewürzhaft als campherortig. Er rö-thet nicht das Lackmuspapier. Wasser löst denselben unbedeutend auf, undnimmt davon den Geschmack an; Alkohol von «,8«S löst bei ^- 14° z sei»nes Gewichts davon auf, und sattigt man die Auflösung bei einem höherenWärmegrade, so schießt der Ueberschuß beim Erkalten in Krystallen an.Die Auflösung wird nicht von falpetersaurem Silberoxyd gefällt. Wasserin hinreichender Menge zugemischt, fällt ihn fast vollständig aus. Er schmilztbei einer Temperatur über dem Kochpunkte des Wassers und krystallisirt nichtbeim Gestehen. Für sich der Sublimation unterworfen, verflüchtigt er sichohne Rückstand, wobei sich aber ein Theil zersetzt und Chlorwasserstoffsäur«frei wird. Wird er wiederholt mit Kreide oder weißem Bolus sublimirt,so giebt er ein nicht nach Terpenthinöl riechendes Oel und ein braunesWasser, welches bei Anwendung von Bolus sauer ist. Werden seine Däm-pfe durch eine glühende Röhre geleitet, so liefert er brennbare, mit Chlor-wasseistoffsaure gemengte Gase. Er läßt sich entzünden, und verbrennt ohneMückstand mit rußender, an den Rändern grüner Flamme, und mit demGerüche nach Chlorwasserstoffsaure. — Von conccntrirter Salpetersäure wirder mit Entwicklung von Stickstofforndgas aufgelöst. Aus der Auflösungwird er von Wasser unvollständig gefällt und bei fortgesetztem Erhitzen der-selben entwickelt sich, indem er zerstört wird, Chlor. Verdünnte Salpeter-säure und Essigsäure lösen ihn nicht auf, und entziehen ihm, selbst mitHülfe von Wärme, nur wenig von seiner Säure.
Diese Verbindung besteht, nach Houtton-Labillardiere's Ana-lyse, in 108 Th. aus 82,5 Kohlenstoff, 10,4 Wasserstoff und 16,2 Chlor-wasserstoffsäure, welches, mit dem spec. Gewichte des Oels und der Säurein Gasform verglichen, 3 Atome Oel auf 2 Atome Chlorwasserstoffsäureausmacht. Man könnte hieraus die Anzahl von einfachen Atomen von Koh-lenstoff und Wasserstoff im Oele berechnen, wenn das mit Chlorwasserstoff-säure verbundene Oel eben so zusammengefetzt wäre, wie das analysirteTerpenthinöl. Die Analyse der chlorwasserstoffsauren Verbindung gab Koh-lenstoff und Wasserstoff in dem Verhältnisse, daß 2 Atome Chlorwasserstoff-säure mit 15 At. Kohlenstoff und 24 At. Wasserstoff verbunden waren; dasich diese beiden Zahlen gerade mit 3 dividiren lassen (was nothwendig derFall seyn mußte, wenn die Analyse richtig war) so kann man das mit derSäure verbundene Oel als zusammengesetzt betrachten aus 5 At. Kohlenstoffund 8 At. Wasserstoff, und bezeichnen: <^iz» --- 864,207, woraus durchRechnung als Bestandtheile in 100 Th. Terpenthinöl gefunden werden: Koh.