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solche all bl» Ursache des Geruches bei den riechenden Pflanzen angesehenwerden.
Buchner (Repert. XV. S. 27.) hat tle Ansicht ausgesprochen, haß,in Folge der bekannten Erfahrungen, wie verschiedene Pfianzenstoffe, als I<'lu-i e« Verdi»ci, Iln»2rum, 8»i»I)uci, scharf getrocknet fast geruchlos wer«den, aber, wenn sie an feuchter Luft erweicht werden, wieder Geruch er-halten, das Wasser als das Vehikel anzusehen sey, durch welches die äthe-rischen Oele als Hydrat verflüchtigt werden, und auf die Geruchsorganewirken. Daher müsse man die ätherischen Oele nur mit Wasser rectificiren;daher müsse man Pstanzentheile, die reich an ätherischem Oele sind, um siezu conserviren, gut getrocknet und an einem trocknen Orte, vor dem Zu-tritte des Lichts geschützt, aufbewahren. Eine Bedingung sey jedoch nochnotywendig zur Entwickelung des Geruchs, vielleicht Elektricität, wenigstens,könne man nur so begreifen, , warum frisch destillirte Wässer, die gleichnach der Destillation fade und widrig riechen, an einem kühlen Orte derLuft ausgesetzt bald ihren natürlichen angenehmen Geruch zeigen.
Robiquet (Trommsd. N. I. V. 2. S. 153.) hat die Meinung auf-gestellt, baß das Ammoniak das Vehikel sey, durch welches erst das Aromavieler Stoffe verflüchtigt werde und Geruch erzeuge. Er beruft sich aufeine Erfahrung Vauquelin's mit dem Tabak, dessen destillirteS Wassereinen faden und krautartigen Geruch hatte, dessen Geruch aber höchst starkund durchdringend wurde, als man Kali (das cm ammoniakalisches Salzzersetzte) oder Ammoniak hinzusetzte. Eben so beruhe die Entwickelung desParfüms des Tabaks auf der Zersetzung seiner vegetabilischen stickstoffhalti-gen Materie, wodurch sich Ammoniak entwickele. Dieser Meinung ist wohlm>v in so weit beizupflichten, als an sich wenig oder gar nicht flüchtigeTheile durch andere flüchtige Substanzen mit verflüchtigt werden können,und daß dadurch erst ihr Geruch zum Vorschein komme. Im Allgemeinenaber müssen wir uns mit der Annahme begnügen, daß die an sich flüchtigenMaterien, wie namentlich die ätherischen Oele, besonderer Vehikel zur Ent-wickelung ihres Geruchs nicht bedürfen.
Die flüchtigen Oele finden sich in allen Theilen der Pflanzen, aberbei der einen ist das flüchtige Oel in diesem, bei der andern in jenemTheile enthalten. Gewisse Pflanzen, z. B. Thymian, enthalten in allenihren Theilen flüchtiges Oel; bei einigen ist es in den Blumenkronen, beiandern in den Saamen, bei noch andern in den Blättern, in der Wurzel,in der Rinde enthalten. Bisweilen ist es der Fall, daß bei einer undderselben Pflanze verschiedene Theile auch verschiedene Oele enthalten; sohat z. B. der Pomeranzenbaum ein verschiedenes Oel in den Blüthen, inden Naumblättern und in den Schalen der Früchte. Dieses ist theils ineigenen Bläschen, theils in eigenen Gefäßen und gefäßartigen Schläuchenenthalten. Nach Verschiedenheit der organischen Haupttheile, in welchen dasätherische Oel vorkommt, zeigen sich auch jene Absonderungsorgane und