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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Klurplllum acvtlcilin

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da« zersetzte essigsaure Morphin wleberherzustellen, und sie dann bei gelin-der Wärme abgetaucht. Hat man es mit einer festen Masse, z. 33. demMagen zu thun, so kocht man diese ungefähr 10 Minute» mit Wasser,welchem erfoderlichen Falls etwas Essigsäure zugesetzt worden, und behau»delt das Decoct auf die angegebene Weise. Der Rückstand wird mit Alko-hol behandelt, welcher das Morphinsalz, einige andere Salze und das Os«mazom auflöst. Der Alkohol wird wieder gelind verdampft, und die zurück-bleibende Materie in Wasser aufgelöst, um die fettartige Substanz abzuson»bern. Dieser wäßrigen Auflösung wird aufgelöstes essigsaures Bleioxyd zu»gesetzt, wodurch die färbenden und thierischen Bestandtheile niedergeschlagenwerden. In der überstehenden nur sehr wenig gefärbt erscheinenden Flüssig-keit befinden sich, außer dem essigsauren Morphin, noch verschiedene Salzeund etwas überschüssig zugesetztes essigsaures Bleioxyd, welches letztere mandurch einige Blasen Schwefelwasserstoffgas trennt. Jetzt läßt man die wäß-rige Flüssigkeit freiwillig oder im luftleeren Räume, mit Hülfe concentrir»ter Schwefelsäure, verdunsten, wo dann das essigsaure Morphin in gelbli-chen divergirenden Prismen anschießt. Man erkennt dieses Salz 1) an dembitter» Geschmack«; 2) an der Zersetzung durch Ammoniak; 3) an der Ent-wicklung von Essigsäure, wenn man es mit concentrirter Schwefelsäureübergießt; 4) an der orangerothen Färbung bei Benetzung mit Salpeter-säure (und 5) an der Eigenschaft, die Eisenoxydsalze blau zu färben.).Statt das Salz aus der Flüssigkeit durch Krystallisation zu gewinnen, kannman auch durch Zersetzung des Salzes mittelst Ammoniak die Base leichtausscheiden, so daß dann die eigenthümlichen Eigenschaften des Morphinsnoch deutlicher erkannt und nachgewiesen werden können.

Dublanc (Schw. N. I. XU. S. 454.; Buchn. Rcpert. XIX. S.884.; Kastn. Arch. III. S. INI.) suchte dieses von Lassaigne angegebe-ne Verfahren zu verbessern, indem er als Reagens auf Morphin den Gall-äpfelaufguß empfahl, auf dessen vorzügliche Wirksamkeit schon früher P et-tenkofer aufmerksam gemacht hatte. Wenn gleich das Morphin unterallen Pflanzenalkaloiden dasjenige zu seyn scheint, welches am mindesten inWasser auftöslich ist, so scheint es doch bei der Zersetzung eines Morphin-salzes aus einer concentrirten Lösung durch Ammoniak, in dem Augenblickeseiner Ausscheidung, vom Wasser in größerer Menge aufgenommen zu wer-den, als wenn man schon durch Fällung gesondertes Morphin mit Wasserübergießt, um seine Löslichkeit zu bestimmen. Ammoniak zeigt (nach Las-saigne und Dublanc) Morphin nur an, wenn die Auflösung den5<X)sten Theil an essigsaurem Morphin enthält, wogegen die Galläpfeltintturnoch den 15,(X)0sten Theil anzeigt, also ZOmal wirksamer ist. Die Salpe-tersäure könne rücksichtlich ihres Verhaltens zum Morphin nur als Bcihülfezu dessen Entdeckung benutzt werden, da andere Alkaloide durch diese Säureähnliche Farbenänderungen erleiden. Es sey daher nothwendig, ein Reagensfür das Morphin zu besitzen, das empfindlich genug ist, es auch in sehrverdünnten Flüssigkeiten zu entdecken. Der Gerbestoff sey nun ein solches