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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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gative Elektncität zuführend« Quecksilber anschwellen mach», gedeutet wer-den könnte, (daß es also, dem Chlorammonium analog, als CHIormorphiumbetrachtet werden müsse), darüber hat Berzelius seine Ansicht nicht aus-gesprochen.

Ueber das Narkotin ist das Nöthige bereits im 1. Th. S. 642. ange-führt worden. Als die dasselbe vom Morphin unterscheidenden Merkmalesind anzugeben: 1) das Narkotin ist an sich geschmacklos, wahrend Morphinbitter schmeckt; 2) es ist in Aether auflöslich, wovon Morphin nicht, oderin weit geringerem Grade aufgenommen wird, und s) es bringt weder fürsich noch als Salz mit Eisenoryd falzen die das Morphin und seine Salzecharakterisirende blaue Farbe hervor.

Reines Morphin muß weiß seyn und kleine glänzende Krystalle, nichtbreite Nadeln, bilden; es muß bitter schmecken und von Aether nur sehrwenig aufgelöst werden. Es muß die übrigen erwähnten Eigenschaften desMorphins zeigen; an der Luft entzündet muß es mit Heller Flamme ver-brennen, ohne Rückstand zu hinterlassen. Auf Narkotin wird das Morphinnach unserer Pharmakopoe durch das Verhalten der mit Salzsäure bereite-ten Verbindung geprüft; das salzsaure Morphin bildet nämlich die eben be-schriebenen Krystalle, das salzsaure Narkotin dagegen kann nicht krystalli-nisch erhalten werden, sondern gicbt nur eine" schleimige Masse. Als einezweite Prüfung ist angegeben der Zusatz von Gallustinctur zu der mit sehrvorwaltender Salzsäure gemachten Auflösung, wodurch, nach Wittstock,das reine Morphin nicht getrübt, sogleich aber ein Niederschlag hervorge-bracht wird, wenn das Morphin nur die geringste Beimengung von Nar-kotin enthält.

Die verschiedenen und sich widersprechenden Angaben über die Wirksam-keit des Morphins sind im 1. Tb. S. 648. bereits angeführt, und es isthier nur zu wiederholen, daß man bei anzustellenden physiologischen Versu-chen vor allen sich über die Substanz Gewißheit verschaffen muß, mit derdie Versuche angestellt werden sollen, nämlich, daß es reines narkotinfreiesMorphin sey.

Das Morphin kann, bei einer durch dasselbe in feinen Salzen hervor-gebrachten Vergiftung, ein wichtiger Gegenstand medicinisch-gerichtlicher Un-tersuchungen werden, und durch einen solchen Vergiftungsfall durch das es-sigsaure Morphin sind vorzüglich die französischen Chemiker aufgefodert wer-worden, zur Aufstellung zweckdienlicher Verfahrungsweisen, um das Mor-phin zu entdecken; es ist daher auch das essigsaure Morphin, welches bei»nahe allein in Frankreich gebraucht wird, vorzüglich Gegenstand dieser che-mischen Arbeiten gewesen.

Lossaigne (Verl. Jahrb. XXVl. 2. S. 62.) hat folgendes Verfah-ren empfohlen, um das essigsaure Morphin, welches in den ausgcbrochenenMassen, im Magen und den Eingeweiden enthalten seyn kann, zu entdek-ken. Ist es Flüssigkeit, in welcher das essigsaure Morphin vermutyet wird,so wird dieser, falls sie alkalisch reagirt, etwas Essigsäure zugesetzt, um