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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Hlor^Iümn aceticum

Ausdruck für ihr Wättigungsvermögen bekommen, wenn man den procemi»schen Gehalt von Sauerstoff berechnet, welchen man bei ihnen voraussetzen,würde, aus der Quantität von Saure, die zu ihrer Sättigung erfodert wird,im Fall sie unorganische Basen wären. Berzelius nennt dies ihre Sät-tigungscapacität. Diese ist für Morphin 2,49, und will sagen, daß 100Th. Morphin ein« Quantität Schwefelsäure sättigen, deren Sauerstoff 3Mal soviel beträgt, eine Portion Salpetersäure, welche 5, und eine PortionPhosphorsäure, welche 24, mal soviel Sauerstoff enthält (Einleitung S. 100.).Schwefelsaures Morphin schießt in bündeiförmig zusammenge»häuften seidenglänzenden Nadeln an, und ist in Wasser sehr leicht auflös-lich, wovon es nicht mehr als ungefähr sein doppeltes Gewicht braucht. Esbesteht nach Pelletier aus 88,9 Morphin und 11,1 Schwefelsäure, oderIM Th. Morphin sättigen 12,46 Schwefelsaure. Nehmen wir nach derAnalogie der unorganischen Basen an, wie oben erwähnt, daß auch hierdie Base 4, des Sauerstoffs der Säure enthält, so finden wir aus den hierangegebenen Bestandtheilen die Sättigungscapacität für Morphin, wie Ber-zelius angegeben hat, 2,49. 100 Th. Schwefelsäure bestehen nämlich aus40,14 Schwefel und 59,86 Sauerstoff, wenn demnach 100 Schwefelsäure 59,86Sauerstoff enthalten, so enthalten die 12,46 Schwefelsäure, die 100TH. Mor-phin sättigen, 7,46 Sauerstoff, denn 100 : 59,86 --- 12,46 ^- 7,s6. Danun der Sauerstoffgehalt der Schwefelsäure in den schwefelsauren Salzen8 mal so groß ist, als der der Base, so erhalten wir 7,46 . 3 2,49 als dieSättigungscapacität für Morphin. Es ist oben angegeben worden, daß dasAtomgewicht, die stöchiometrische Zahl, des Morphins nach der QuantitätSchwefelsäure, welche davon neutralisier wird, berechnet, Berzelius zu-folge, 4020,6 sey. Wenn 12,46 Schwefelsäure von 100 Morphin gesät-tigt werden, so wird die stöchiometrische Zahl der Schwefelsäure (i^ 501,165)zu der stöchiometrische« Zahl des Morphins in demselben Verhältnisse ste-hen, d. h. 12,46 : 100 --- 501,165 : 4022; wir finden also hieraus diestöchiometrische Zahl des Morphins -^ 4022. Außer dem neutralen schwe-felsauren Morphin giebt es noch ein saures, ein zweifach schwefelsauresMorphium, welches man durch Uebersättigung des Salzes mit Schwefel-säure und Wegnahme des Säureüberschusses mittelst Aether, welcher dassaure Salz unaufgelöst zurückläßt, erhält.

Salpetersäure« Morphin, durch Auflösung des Morphins inverdünnter Salpetersäure bis zur Sättigung dargestellt, ist ein neutralesSalz, welches nach dem Abdampfen in sternförmig zusammengehäuften Kry-stallen anschießt. Es bedarf nur das 14 fache seines Gewichts Wasser zurAuflösung. Phosphorsaures Morphin schießt in Würfeln an, undmit Ueberschuß an Säure in strahligen Bündeln. Kohlensaures Mor-phin soll erhalten werden, wenn ein Gemenge von Morphin und Wassermit Kohlensäuregas übersättigt wird, wobei sich das Morphin auflöst, undwenn die Auflösung gesättigt war, so schießt das Salz bei künstlicher Ab-kühlung in kurzen prismatischen Krystallen an, die in 4 Th. Wasser auf-