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dein Morphw analog» Körper, z. B. Strychnin, reagliten nicht allein be-ständig alkalisch, sondern schlügen auch Metalloxyde aus. ihren Auflösungenin Säuren nieder.
Die Morphinsalze erhält man durch Auflösung des Morphins in ver-dünnten Säuren bis zur Sättigung und Abdampfung der Auflösung. Siesind farblos und die meisten krystallisiren. Sie haben einen sehr scharfenund unangenehm bittern Geschmack. Ihre Auflösung wird von Alkalien ge-°fällt; werden sie in sehr verdünntem Zustande mit Ammoniak im Ueber-schusse vermischt, so entsteht kein Niederschlag oder er löst sich wieder auf,aber beim Erwärmen setzt er sich ab. Nach Witt stock ist reines Mor-phin in kaustischem Kali oder Natron leicht aufiöslich, sie dürfen daher nichtals Fällungsmittel angewandt werden. Wittstock widerspricht auch derallgemeinen Annahme, daß nämlich die Morphinsalze durch Galläpfclin-fusion gefällt werden (und zwar durch Gerbestoff, nicht durch die Gallus-säure), deren Reaction so empfindlich angegeben wird, daß eine Flüssigkeit,welche nur -^7 ihres Gewichts Morphinsalz aufgelöst enthält, deutlichdadurch getrübt werde, indem nach Wittstock narkotinfreie Morphinsalzevon diesem Reagens nicht gefällt, und nur bei starker Eoncentration ein we-nig getrübt werden, was beim Erwärmen oder Verdünnen mit Waffer wie-der verschwinde; dagegen entstehe bei der geringsten Beimengung von Nar-kotin ein Niederschlag. Da indessen die Salze mehrerer anderer vegetabili-scher Salzbasen auch durch Galläpfelinfusion und Galläpfeltinctur getrübtund gefällt werden, so ist dieses Verhalten, selbst wenn die bisherige all-gemeine Angabe die richtige wäre, doch kein das Morphium charakterisiren-tes Kennzeichen. So theilt auch das Morphin und seine Salze die Eigenschuft, beim Uebergießen mit gewöhnlichem Scheidewasser roth gefärbt zuwerden, was nachher in Gelb übergeht, mit dem Strychnin, Brucin undihren Salzen. Als charakteristisches Kennzeichen möchte das von Robin etangegebene Verhalten anzusehen seyn, daß Morphin und seine neutralenSalze mit einer Auflösung von neutralem Eisenchlorid, oder im Allgemei-nen mit einem aufgelösten neutralen Eisenorydsalzc vermischt, dem Gemischeeine schöne und nach ungleicher Verdünnung mehr oder weniger tief blaueFarbe crtheilcn, welche durch zugesetzte überschüssige Säure verschwindet,aber wieder zum Vorscheine kommt, wenn diese mit Alkali gesättigt wird.Die Farbe wird durch Erhitzen, durch Alkohol und durch Essignaphtha,aber nicht durch Aether zerstört. Was eigentlich die blaue Farbe sey, istnoch nicht untersucht.
Die neutrale» Morphinsalze bestehe» aus 1 At. Basis und 1 At. Säure;da aber das Atom der Base bedeutend mehr wiegt, als daß der Säure,so bedarf es zur Neutralisation nur einer sehr geringen Menge Säure.Bei den unorganischen Basen kann man ihr Vermögen, die Säure» zu sät-tigen, durch die Kenntniß ihres Saucrstoffgehalts vergleichen, weil ersteresabsolut auf letzterem beruht. Da dieses nicht mit den organischen Salzba-sen der Fall zu seyn scheint, so kann man gleichwohl eine» allgemeinen