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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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lvali Kutluiolim

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en» t»it2r!«2tu5, und lehrte es dadurch darzustellen, daß man 1 Th. wei-ßen Weinstein mit 10 Th. Wasser in einem zinnernen Kessel zum Kochenbringen, und bis zur Sättigung eine Auflösung von kohlensaurem Kali(Oleum 1'21-t»!-! p«r lloücMu,») hinzutröpfeln, die Auflösung siltriren,

bis zur Salzhaut «brauchen und durchs Abkühlen krystallisiren solle. Dabeibemerkt er, daß man dieses Salz wohl wegen seiner Austdslichkeit 1»rt»'i-us «uludili« nenne» könne. Spielmann lehrte 1763 dieses Salz, vonihm gleichfalls 'i'aitlliu» «ollldili« genannt, durch Hineintragen des gepul-verten gereinigten Weinsteins in eine siedende Auflösung von Weinsteinkalibis zur Sättigung, Filtriren der Auflösung und Eindicken zur Trockne be-reiten, welche Nerfahrungsart überall aufgenommen wurde. Die chemischeBeschaffenheit dieses Salzes konnte erst nach der Entdeckung der Weinstein-säure durch Scheele 1763 erkannt werden.

Zur Bereitung dieses Salzes wird 1 Th. kohlensaures Kali mit 8 Th.Wasser in einem zinnernen Kessel übergössen, über Feuer aufgelöst, und dieerhitzte Auflösung so lange mit pulverisirtem gereinigtem Weinsteine versetzt,als noch ein Aufbrausen entsteht, und die Flüssigkeit völlig neutral ist. Die-ses Neutralisiren muß in einem geräumigen Gefäße unternommen, auch derWeingeist nur in kleinen Portionen zugesetzt werden, damit nicht durch diegasformig entweichende Kohlensäure/ welche aus ihrer Verbindung mit demKali durch den Antheil Weinsäure, durch welchen das Kali in dem Wein-stein zweifach «einsaures Kali ist, ausgeschieden wird, und welche das Auf-brausen bewirkt, ein Uebersteigen der Flüssigkeit herbeigeführt werde. Auf1 LH. trocknes kohlensaures Kali kann man etwa 2^ Th. Weinstein rech-nen. Wahrend der Neutralisation scheidet sich weinsteinsaure Kalkerde undThonerde, letztere als ein schmutziger Schlamm, wenn bei der Reinigungdes Weinsteines Thonerde angewandt worden war, aus dem Weinstein, undaus dem kohlensauren Kali die gewöhnlich in demselben vorhandene Kiesel-erde ab, welche letztere sehr fein zertheilt als Kieselsäurehydrat niederfällt,in diesem Zustande aber die Poren des Filters verstopfen und die Arbeitsehr verzögern würde. Das Filtriren der heißen Lauge erfüllt aber nochnicht den Zweck, das Präparat von den fremdartigen Salzen, namentlichdem Weinsäuren Kalke, zu befreien, denn letzterer bleibt in der Auflösung.Kocht man reines neutrales weinsaures Kali, welches in seinem gleichenGewichte Waffer gelöst worden, mit einer hinlänglichen Menge wlinsaurenKalkes, so werden 26 bis 27 Procent des letztern, wie Hörne mann (Verl.Jahrb. XXIV. 1. S. 81.) gezeigt hat, ausgelöst, und es scheint sich beimErkalten nichts aus, sondern die Lösung bleibt flüssig und klar. Dieser Ge-halt an weinsteinsaurem Kalke setzt sich aber bis auf eine höchst geringeSpur ab, wenn man das Salz in der zehnfachen Menge kalten Wassersauflest, und bei der gewöhnlichen Temperatur drei Tage hindurch stehe»laßt. Beim Gefrierpunkte ist nun die sechsfache Menge Wasser und einekürzere Zeit erfederlich. Dieses Verfahren grüntet sich darauf, daß nur dieconcentrute Lauge des neutralen weinsauren Kalis auf den Weinsäuren