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Kali citiatmn
5 * X»Ii citratnln. Citronensaures Kali.Nimm: kohlensaures Kali, soviel als du willst,
frischen Citronensaft, soviel als zur Saturation
erfodert wird.Die Flüssigkeit bleibe einige Tage hindurch zum Absetzen stehen;dann werde sie von den Unreinigkeiten klar abgegossen, in einemzinnernen Kessel bis auf ungefähr den vierten Theil verdampft,durch Papier siltrirt, und in einem porcellanenen Gefäße beider Wärme des Sandbades ausgetrocknet. Das feste Salz werdenoch warm in einem verschlossenen Gefäße aufbewahrt.
Da dieses Salz doch noch bisweilen verordnet wird, so ist die in dervorigen Ausgabe der Pharmakopoe zur Bereitung dieses Salzes gegebeneVorschrift hier noch mitgetheilt worden, obgleich es ein sehr leicht entbehr-liches Präparat ist, und deswegen nicht wieber aufgenommen worden ist.
Man bereitet dasselbe einfach durch Neutralisation des kohlensaurenKalis mit Citronensaft, Wtriren und Verdampfen der Salzauflösung biszur Trockne. Da aber der Citronensaft nicht reine Citronensaure ist, soenthält das Präparat auch ipfelsaures Kali und die färbenden titractiuen,schleimigen und zuckerartigen Theile des Zitronensaftes, hat daher auch einebräunliche Farbe, und muß, besonders zuletzt, bei sehr gelinder Wärme ab-geraucht werden.
Dieses Salz hat eine bräunliche Farbe, ist pulverförmig, riecht fastwie frisch gebackenes Brob, und schmeckt kühlend salzig. Es zieht sehrleicht Feuchtigkeit an und zerfließt, daher es denn in einem fest verstopftenGlast aufbewahrt werden muß. Es ist in Wasser vollkommen und leichtausiöslich. Die Auflösung dieses Salzes muß neutral seyn, und mit Kalk-,Blei-, Baryt- und Silbersolutionen Niederschläge geben, die in Salpeter-säur« wieder aufioslich sind; unauflösliche Niederschläge deuten auf schwefel-saures und salzsaures Kali; kleine Trübungen sind den dem kohlensaure»Kali beigemischten Salzen zuzuschreiben. Die Auflösung darf weder durchHyuH »uIpKuiÄtH noch durch I^yuue HLNluonii «ulpkur»« einen Metall-gehalt verrathen.
Das reine citronensaure Kali besteht, nach Vauquelin aus 44,65Kali und 55,45 Citronensaure.
Ein ähnliches, noch mehr entbehrliches Präparat ist der citronensaureKalk (6c»non»« ». I^piäe» Oanorurum «itr»»»ß), durch Saturation dergepulverten Austerschalen oder Krebssteine und Verdampfen zur Trockne.Man erhält ein grauweißes geschmackloses, in Wasser unauflösliches Pul-ver, welches seiner Unauflöslichkeit wegen nur in Pulverform, so wie erste-res nur in der Auflösung verordnet werden kann.