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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Kali Iceticiim

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säße zur Trockne verdampft. Das feste Salz trage sogleich, da-mit es nicht Feuchtigkeit anziehe, in ein gläsernes Gefäß, undbewahre es in demselben gut verstopft auf.

Es scy vollkommen neutral, weiß, und, soviel als es mög-lich ist, von fremdartigen Salzen ftey. Daher lasse es, in der-jenigen Menge Wasser aufgelöst, daß das spec. Gew. sey1,230, auf den Zusatz von einem gleichem Gewichte Alkoholnicht eine gar zu große Menge Salze zu Boden fallen. Vonschwefelwasserstoffhaltigem Wasser muß die Auslösung nicht ge-färbt, auch nicht getrübt werden.

Eine flüssige Verbindung von Weinasche mit Weinessig hat zwar be-reits Plinius im ersten Jahrhunderte gekannt, ein essigsaures Kali imtrocknen Zustande ist jedoch zuerst von Raimund Lull im 13. Jahrhun-dert beschrieben, im 17. Jahrhunderte, nachdem es lange in Vergessenheitgerathen gewesen zu seyn scheint, von Sennert wieder in Erinnerunggebracht und zu bereiten gelehrt. Spater erst wurde es, wahrscheinlich We-ge» seiner schmutziggrauen Farbe und schuppigen Beschaffenheit, die es beimlangsamen Verdunsten annimmt, von Müller mit dem Namen 'l«ri-» s«.Ii»t-l i'2rt-ui »eoißtizzlink belegt. Neumann rieth, im dritten Iahrzehenddes 1«. Jahrhunderts, um die öligen und schleimigen Theile, die der Essig mitin die Mischung bringe, und dadurch dem Salze die schmutzige Farbe ertheile,wegzubringen, dasselbe gelinde zu rösten oder zu calciniren, den Rückstand wie-der aufzulösen, zu siltriren, und unter Ersetzung des zerstörten Theils Essigszur Trockne zu verdunsten, auch, wenn es nöthig sey, diese Arbeit zu wie-derholen. Dieses Verfahren erfüllte jedoch wenig den Zweck wegen der leich-ten Jerstörbarkeit der Essigsaure. Im Jahr 1786 zeigte Lowitz, daß durchAnwendung frisch geglühter Kohle sich das essigsaure Kali weiß darstellenlasse. 1793 gab Bucholz ein Verfahren an, das essigsaure Kali aus demessigsauren Blei zu bereiten, dadurch, daß das Bleisalz durch kohlensauresKali zerlegt wurde, wodurch austösliches essigsaures Kali und unauflöslicheskohlensaures Bleioxyd entstand. Dörffurt gab dasselbe Verfahren an,schlug auch überdem noch vor, essigsaures Blei und schwefelsaures Kali inden Auflösungen zusammenzubringen, die entstandene essigsaure Kaliauflö-sung von dem niedergefallenen schwefelsauren Bleioryde abzufiltriren, unddas in der Auflösung noch etwa vorhandene Blei durch hydrothionsauresWasser abzuscheiden.

Bei Befolgung der in der Pharmakopoe ertheilten Vorschrift wird daskohlensaure Kali durch die Essigsäure zerlegt (uergl. Hoetum eoneentr-»-tum), die Kohlensäure wird ausgeschieden, und entweicht gasformig. Istdie Lauge völlig neutral, so wird sie bis zum dritten Theile verdampft,wobei man stets starke'Hitze zu vermeiden hat, indem in hohen Tempera-turgraden das gebildete essigsaure Kali zum Theil zersetzt wird, und, ein