Print 
2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Place and Date of Creation
Page
430
URN (Page)
  
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

4Z0 Infli8U!il 8onn2« e«m^>08itum Kali llcelicum

^ Infu8ln 8«NN30 com^nzitum. Zusammengesetzter

Scnnaaufguß.(I^aco ^X^uae I»xlltiv»o Vionnenzi». Statt des Wiener

Laxirtränkchens.)Nimm: Sennesblätter eine halbe Unze.Gieße auf

heißes gemeines Wasser vier Unzen.Macerire eine halbe Stunde hindurch. In der ausgepreßten Co-latur löse auf

natronhaltigen Weinstein eine halbe Unze,

Manna sechs Drachmen.Colire von neuem und setze hinzu

Citronenölzucker eine Drachme.Er sey von dunkler brauner Farbe.

Der zusammengesetzte Sennaaufguß, das WIenertränkchen, hat einensüßlich-salzigen Geschmack. Es ist leicht dem Verderben unterworfen, wudkamicht, entwickelt einen sauren Geruch, wird trübe und giebt einen Bo-densatz; es ist dann nicht mehr brauchbar. Bei Bereitung desselben dürfendie Sennesblätter aus den im 1. Ty. S. ?9l) angegebenen Gründen nichtgekocht werden.

Es könnte wohl vorkommen, daß der l'al-mi'u» n»trnn2tu» durch daswohlfeilere Glaubersalz ersetzt worden wäre; in diesem Falle wurde durchessigsames Bleioxyd ein Niederschlag (schwefelsaures Bleioryd) erzeugt wer»den, der in zugetröpfelter reiner Salpetersäure sich nicht wieder auflöst.

Kali »eetieum. Essigsaures Kali.Clerr» lnliatü lai'tÄii. Geblätterte Weinsteinerde. ^cetÄ3!l»Iie»i8,)

Nimm: kohlensaures Kali aus der Potasche, soviel als

du willst,destillirten Essig, soviel als zur Neutralisation er-

fodert wird.Die Flüssigkeit werde in einem zinnernen Kessel durch Verdam-pfung bis ungefähr auf den dritten Theil gebracht, und mit voll-kommen ausgebranntem Kohlenpulver gekocht, dann werde sie sil-trirt, auf den Zustand der Neutralisation, wenn es nöthig ist,durch einen Zusatz von concentrirtem Essig, zurückgebracht, undbei gelinder Warme in einem gläsernen oder porcellanenen Ge-