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bewährtesten Chemiker; weißer Arsenik würde vom Weingeiste nicht aufge»nommen werden.
Durch die höchst giftigen Wirkungen diese« Quecksilbersalzes kann seh«leicht Lebensgefahr herbeigeführt werden, und in solchen Fallen ist nach denErfahrungen von Orfila Eiweiß ein so vortreffliches Gegengift, daß di«giftigen Wirkungen des- Chlorids dadurch in wenigen Augenblicken aufhö»ren. Die Eigenschaft des Eiweißes, das Chlorid »us seiner Auflösung nie.derzuschlagen, veranlaßte ihn, bei einer ihm vorgekommenen Vergiftungdieses leicht anzuschaffende Mittel zu versuchen. Dem Kranken wurde so»gleich dadurch geholfen, und die Erfahrung hat nachher die Richtigkeit die»ftr Entdeckung bestätigt. Tad bei hat auch den Kleber wirksam gefunden.Um in solchen Vergiftungsfüllen den Sublimat nachzuweisen ^ ist das salz»saure Zinnorydul (Zinnchlorür) das empfindlichste Reagens, dessen Kenntnißwir Rostock verdanken. Dieses Reagens zeigt noch bei einer Sublimat»auflösung, die 1 Th. Sublimat gegen 40,000 Th. Wasser enthält, die Ge>genwart desselben durch eine dunkelgraue Färbung, bei geringerer Verdün»nung durch einen grauen Niederschlag an,, wahrscheinlich dadurch, daß Zinn»chlorid gebildet,. und metallisches Quecksilber ausgeschieden wird. Das Zinn»chlorür muß aber zu diesem Zwecke am besten frisch und mit der Sorgfaltbereitet seyn, daß es kein Chlorid enthalte. Eiweißstoff hindert im frischenZustande die Empfindlichkeit des Reagens nur wenig oder fast gar nicht; istaber der Eiweißstoff coagulirt, so enthält das mit demselben digerirte Was»fer keinen Sublimat, dieser wird aber in dem coagulirten Eiweißstoffe durchdas Jinnchlorür entdeckt, indem ein Tropfen desselben die Substanz beinaheschwarz färbt. Bei Untersuchungen ist es also nicht bloß nöthig, die imMagen enthaltene Flüssigkeit, sondern auch die Magensubstanz selbst zuprüfen. Salzsaure, welche nach Proust die im Magen vorhandene Saureist, Hinbert nicht die Einwirkung des Zinnchlorürs auf Sublimat, wenn Ei»weißstoff vorhanden ist, sondern scheint dieselbe noch deutlicher dadurch zumachen, daß sie die Koagulation des Eiweißstoffes befördert, und denschwarzgrauen Niederschlag noch deutlicher erkennen läßt.
Demnächst ist eins der empfindlichsten Reagentien auf Quecksilber inseinen Verbindungen das metallische Kupfer. Eine kleine blanke Kupfer»münze wird noch vollständig mit einer grauweißen Haut überzogen, diedurch Politur Silberglanz annimmt, wenn auch nur ^ Gran des Queck-silbersalzes vorhanden ist, ja noch bei ^ Gran absoluter Menge zeigen sicheinzelne weiße Flecke. Zur Beförderung dieser galvanisch-elektrischen Re»duction des Quecksilbers aus allen seinen Verbindungen kann man einenTropfen Salpetersäure hinzufügen. Eine andere nette Methode der Redu»ction des Quecksilbers hat Nicole angegeben: Man umwindet einen gold-nen Ring schraubenförmig mit einem kleinen Staniolblättchen. Sodannbringt man °die verdächtige Flüssigkeit, wenn es erfoderlich ist, durch Wer»> dunsten concentrirt, oder die verdächtige Substanz mit soviel destillirtem-Wasser befeuchtet, daß eine Art von Teig entsteht, in ein Uhrglas, und