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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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H^ärarF^lum gceticum

essigsauren Quecksilberoxyds auf Unkosten eines Theils der Essigsäure des-oxydirt, und zum essigsauren Quecksilberoxydul zurückgeführt werde. Fastum dieselbe Zeit zeigte auch Proust den Unterschied zwischen dem mitQuecksilberoxyd und mit Quecksilberoxydul, welches man mitunter gleich-falls angewendet hatte, bereiteten essigsauren Quecksilber, welcher Unter-schied am bestimmtesten dnrch Stromeyer im Jahr 1809 gezeigt wurde,der die Eigenschaften und Mischungsverhaltnisse beider Galze genau beschrieb(Salzburger mebicinisch-chirurgische Zeitung für 1810. I. S. ZZ0 u. Z46.).

Das essigsaure Quecksilberoxyd ist nicht mehr im Gebrauche, sondernnur das essigsaure Quecksilberoxydul, welches der hier ertheilten Vorschriftzufolge durch doppelte Verwandtschaft erhalten wird. Kommen nämlich sal-petersaure Quecksilberoxydulauflösung und essigsaures Quecksilber in Wechsel-wirkung, so treten die mächtigere Base, das Kali, und die mächtigereSäure, die Salpetersäure, zu salpetersaurem Kali zusammen, wogegenQuecksilberoxydul und Essigsäure sich zu essigsaurem Quecksilberoxydul verei-nigen; ersteres Salz bleibt in der Flüssigkeit aufgelöst, letzteres, als imkaltem Wasser schwer auflöslich, fällt größtenteils zu Boden. Es mußhier vorzüglich darauf gesehen werden, daß das Quecksilber in der salpetcr-sauren Auflösung sich wirklich im Zustande des Oxyduls befinde (siehe I^i-yuor N^rar^ri nitrioi ox^ulati). Nächstdem müssen beide Auflösun-gen im concentrirten Zustande angewandt werden, damit nicht zu viel essig-saures Quecksilberoxydul in der Flüssigkeit aufgelöst bleibe, denn was sichnicht sogleich niederschlägt, läßt sich durch Eoncentration nicht gut gewin-nen, weil die Krystalle durch salpetersaures Kali verunreinigt werden. Umdieser Verunreinigung gleich beim ersten Niederschlage vorzubeugen, hat un-sere Pharmakopoe die Verdünnung der salpetersaurcn Quecksilberoxyoulauf-lösung mit vier Theilen Wasser vorgeschrieben, wobei, wenn dadurch eineTrübung oder Niederschlag entstanden seyn sollte, etwas weniges Salpeter-säure zugetrbpftlt werben muß. Wenn gleich in der Flüssigkeit, die vondem ersten krystallinischm Niederschlage abgegossen worden, noch ein nichtunbedeutender Antheil des Präparats enthalten ist, so darf man doch nichtdenselben durch Abdampfen nnd Krystallisiren zu erhalten suchen, weil dasauf diese Weise gewonnene Salz nicht rein ist. Nach Stromeyer(Leonhardt's pharmaceutische Chemie 1825. S. 130.) ist überhaupt dasnach dieser Methode bereitete Präparat mit salpetersaurem Quecksilberoxy-dul und essigsaurem Kali vermengt, daher es sich auch an der Luft nichtbeständig zeige. Stromeyer empfiehlt folgendes Verfahren als das sicherste:schwarzes Quecksilberoxydul, welches zu diesem Zwecke durch Kochen desMereurii äulci» mit Kali bereitet wild, kocht man mit destillirtem Essig,oder einer andern verdünnten Essigsaure, welche das Oxydul auflöst, filtrirtdann die Auflösung noch kochend heiß, aus welcher sich dann beim Erkaltendas Salz niederschlägt. Auf den Rückstand gießt man so oft Essigsaure,als man findet, daß sich beim Erkalten noch Salz ausscheidet.

Das essigsaure Quecksilberoxydul erscheint in kleinen schuppigen, silber-