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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Hiir lixu«. Cavendish fand im Jahre 1763, baß diese Luftart, siemöge durch Nahrung, oder durch Auflösen der Körper in Sauren, oderdurchs Erhitzen derselben entwickelt worden seyn, einerlei sey, sich in gro-ßen Mengen in Wasser auflöse, Kalkwasser fälle, und das Krystallisiren desKalis befördere. Bergmann, der durch seine in den Jahren 1770 bis1774 angestellten Versuche die saure Natur dieser Gasart, nebst Priest»ley und Keir, am bestimmtesten erkannt hat, nannte sie Luftsäure, ^«i-üum »ßl-eum. Lavoisier aber erkannte 1776 die» Zusammensetzung die»s«r Luft, und zeigte, daß sie aus Kohlenstoff und Sauerstoff zusammengc»setzt sey, er nannte sie Kohlensaure (^eiäe e»rbuni<zue).

Die Kohlensäure kommt häufig schon in der Natur gebildet vor. Inder atmosphärischen Luft ist ungefähr 0,001 enthalten; in größerer Mengesammelt sie sich oft an tiefern Orten, in Kellern, in mehreren Gruben,wo sich reichlich Materialien befinden, aus denen Kohlensäure gebildet oderentbunden werden kann, aus denen sie dann bisweilen hervordringt; dieBergleute nennen sie wilden Dunstschwaden, bösen Schwaden. Die Hunds»grotte im Königreich Neapel enthält eine Schicht kohlensaures Gas, welch«den Boden derselben bedeckt, und soweit in die Höhe reicht, daß ein in dieHöhle getriebener Hund, nicht über dieselbe hinausragend, sogleich von derLuft erstickt wird. In einem Gebirge am See Agnano befindet sich eineähnliche Höhle von 18 Fuß Lange, die aus demselben Grunde Hunden undandern dergleichen Thieren augenblicklichen Tod bringt. Die Kohlensäur«ist ferner im Waffer, vorzüglich reichlich in mehreren Mineralwässern, ent»halten. Sie findet sich ferner in großen Quantitäten in verschiedenen Erd»arten, vorzüglich in den natürlichen Kalkerden, dem Kalkstein, Marmor,Kalkspath u. a., in denen sie 44 Procent ausmacht. Aus diesen kann dieKohlensäure entweder durch bloße Hitze, «der durch die Verwandtschaft ei»mr mächtigeren Säure zu der Kalkbase ausgetrieben werden. Die Kohlen»säure wird aber auch sehr häufig gebildet, und zwar jedesmal beim Ver>brennen der Kohle oder kohlenstoffhaltiger Substanzen bei hinreichendem Zu»tritt« der atmosphärischen Luft oder des reinen Sauerstoffgases.

Zur Darstellung des kohlensauren Gases schreibt nun auch unsere Phar»makopöe den anerkannt wohlfeilsten Weg dazu vor, nämlich Kreide, d. h.kohlensauren Kalk, mit verdünnter Schwefelsäure zu übergießen. Am zweck»mißigsten bedient man sich hierzu einer sogenannten Entbindungssiasche.Dieselbe hält an einer obern Seitenöffnung eine am besten luftdicht einge»schliffen« Leitungsröhre, oben ist sie mit einem gleichfalls luftdicht einge»schliffenen Trichter versehen, der in seinem untern engern Theile mit einemeingeschliffenen langen Glasstöpsel versehen ist. Bisweilen endigt sich derTrichter in eine beinahe bis auf den Boden der Flasche reichende und hieretwas krumm gebogene Röhre, so daß dieselbe zugleich dazu benutzt werdenkann, um die Mischung in der Flasche umzurühren. Nachdem nun einesolche Entbindungsflasche mit der pneumatischen Wanne in Verbindung gosetzt worden, bringt man das Kreidepulver in dieselbe, gießt in den Trichter