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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Ferrum «x^llat. t'usc. -7- «x^6ulilt. uißr. I73

Nase, das Natron, und die mächtigere Same, die Schwefelsäure, durchstarke Verwandtschaft zu einander hingezogen, sich mit einander verbindenzu schwefelsaurem Natron, welches in der Flüssigkeit aufgelöst bleibt. Dasausgeschiedene Eisenoxydul nimmt wenigstens einen Theil der Kohlensäureauf, und fällt als unauflösliches kohlensaures Eisenoxydul zu Boden. DasEiscnoxydul zeigt aber, wie oben bereits angegeben worden ist, ein grvßesWestreben, Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen, und sich zu Oxyd zu oxy-diren. Das erfolgt denn auch hier während des Trocknens des Niederschla-ges, wobei zugleich ein bedeutender Nheil der an das Oxydul gebunden ge-wesenen Kohlensaure entweicht. Doch behält das Oxyd auch noch Kohlen-säure zurück, und ist daher unter dem Namen Ferrum oarbonioun» in derHeilkuust angewandt worden. Außer der Kohlensäure enthält es aber nocheinen Antheil Wasser chemisch gebunden, und wenn wir den kleinen AntheilKohlensäure unberücksichtigt lassen, so werden wir das auf diese Weise dar-gestellte Eisenoxyd als ein Hydrat, also als Eisenoxydhydrat betrachten kön-nen. Das Eisenoxydhydrat besteht nach Verzelius aus 85,3 Eisenoxydund 14,7 Wasser, und wir müssen es nach den Resultaten der Analyse füreine Verbindung von 1 Doppelat. Eisenoxyd mit 1H- At. Wasser halten undmit folgender stöchiometrischen Zahl bezeichnen ßeV^ ^^ 1147,1445.Das Eisenoxyd enthält darin 2 mal so viel Sauerstoff als das Wasser. Inder Natur findet sich dieses Eisenoxydhydrat als Brauneisenstein. Auch istder trockne dunkelgelbe Rost, welcher sich in feuchter Luft an der Oberstächedes Eisens bildet, oft von gleicher Beschaffenheit, nicht selten aber enthalter zugleich kohlensaures Eisenoxydul. Wird das Gisenoxydhydrat einem star-ken Glühfeuer ausgesetzt, so läßt es sein Hydratwasser, auch die, geringeMenge der beigemengten Kohlensaure'fahren, und kommt nun ganz mitdem Ferrum c»^6atum rubrum überein.

Wenn nämlich das reine lrystallisirte schwefelsaure. Eisenoxydul mitSalpeter in einem Tiegel geglüht wird, so erfolgt hier sogleich die Um-wandlung des durch das Kali des Salpeters von der Schwefelsäure abge-schiedenen Eisenoxyduls in Eisenoxyd, auf Kosten der Salpetersäure ausdem Salpeter, welches hier kein Hydrat seyn kann. Auch wenn die erkal-tete Masse mit Wasser gekocht und abgewaschen wird, um das schwefelsaureKali zu entfernen, wird kein Hydrat gebildet, sondern dieses erfolgt nur,wenn dem Oxydul oder dem Oxyd im Momente des Ausscheidens aus seinenwäßrigen Auflösungen Gelegenheit gegeben wird, sich mit Wasser zu ver-binden. Das kerrrnu ox^äatum rudrun» ist demnach ein reines Gisen-«xyd, und besteht aus 1 Doppelat. Eisen und 3 At. Sauerstoff, erhält alsodie Zahl Oo 978,426. 100 Th. desselben bestehen aus 69,34 Eisen und30,66 Sauerstoff,! oder 100 Eisen nehmen 44 i, Sauerstoff auf. Das Eisennimmt also im Oxyd 1^ mal soviel Sauerstoff als im Oxydul auf. Auf analyti-schem Wege fand Berzelius 100 Th. Eisenoxyd zusammengesetzt aus 69,22Eisen und 30,78 Sauerstoff. Das reine Eisenoxyd ist ein rothes Pulver,