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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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372 l'orrum ox^Mt. llis«. ux^clulat. nigr.

Berzelius unternommene Analyse desselben ergab 77,52 Eisen und 22,38Sauerstoff. Es muß gegen die Feuchtigkeit der Lust geschützt, und in ei-nem gut verstopften Glase aufbewahrt werden.

Die Güte des Eisenoxyduls als pharmaceutisches Präparat wird durchdie angegebenen Eigenschaften bedingt. Erfolgt die Auflösung desselbenin Chlorwasserstoffsäure unter Aufbrausen, so enthalt es metallisches Eisen(von Schwefelsäure wird cs kaum ohne Gasentwickelung aufgenommen);zeigt das Präparat eine ins Röthlichc sich ziehende Farbe, hat die Auflö-sung in Salzsaure eine rothgelbe oder safrangelbe Farbe, die auch der durchAlkalien darin erzeugte Niederschlag erkennen läßt, so enthielt es noch Ei-senoxyd. Man will bisweilen gallussaures Eisenoxyd substituirt gefundenhaben; ein solches wird aber nicht vom Magnete gezogen, seine Farbe wirddurch Säuren vernichtet, und in demselben aufgelöst wird es durch kohlen-saure Alkalien schwarz abgesondert. Die Prüfung auf Zink und Kupferwird weiter unten angegeben werden.

Das Eiscnoxyd kannte bereits im 8. Fahrhundert der Araber Geberoder Dschafar, welches um so weniger auffallen darf, da der Eiseurostso lange bekannt seyn mußte, als das Eisen selbst. Kunkel, in der letz-ten Hälfte des 17. Jahrhunderts, gab ein Verfahren an, durch heftiges Er-hitzen des gefeilten Eisens in einem weiten offenen Tiegel, unter beständigemUmrühren, das braunrothe Eisenoxyd (Ooouz Martiz »üstrIuFen») darzu-stellen. Zwölfer lehrte zu derselben Zeit dieses Präparat durch Verpuffendes Eisens mit Salpeter und Auswaschen des Rückstandes bereiten, undnun erhielt dasselbe die Benennung Zwölfer's Eisensaftan. Im Jahr 1698beschrieb Stahl sein Verfahren, das rothe Eisenoxyd darzustellen, welchesdarin bestand, daß seine Stahltinctur ('linetur» IVIarti» »loalina 8wKIii)durch Säuren zerlegt, der Niederschlag ausgewaschen und getrocknet wurde.Dieses Präparat, durch sein Hydratwasser vom vorigen verschieden, erhieltden Namen Oocu» Awiti« »peritivu« 8t->KIii. Wer sich der bessern Be-reitungsart, dieses Eisenoxydhydrat aus dem schwefelsauren Eisenoxyduldurch Zerlegung mit Alkalien darzustellen, zuerst bedient habe, ist nicht mitGewißheit anzugeben. Westrumb scheint sie in seinem Handbuche derApothekerkunst 1798 zuerst aufgenommen zu haben. Diese Bereitungsweiseist nachher allgemein angenommen, auch von unserer Pharmakopoe vorge-schrieben worden.

Selbst bereitetes, von Zink und Kupfer völlig freies, schwefelsauresEisenoxydul wird in 203(1 Theilen Wasser aufgelöst, die Auflösung sil-trirt, und mit einer klaren Auflösung des kohlensauren Natrons versetzt, solange als noch ein Niederschlag erfolgt. Diesen läßt man gehörig absetzen,befreit ihn durch sorgfältiges Auswaschen von der Salzlauge, sammelt ihnauf einem Filter, trocknet ihn, und bewahrt ihn in einem gut verstopftenGlase auf.

Wenn schwefelsaures Eisenoxydul mit kohlensaurem Natron in Berüh-rung kommt, so erfolgt eine gegenseitige Zersetzung, indem die mächtigere