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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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361
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Anmcrk. Me Extracte müssen von Kupfer, von den Ge-fäßen aufgenommen, völlig fte! styn, was durch ein in die Auf-lösung hineingestecktes polirtes Eisen, welches das Kupfer nie-derschlagt, entdeckt wird.

Das zusammengesetzte Rhabarberertract muß die angegebene Consistenzeiner Pillenmasse haben, weil es sonst leicht verdirbt; es hat einen ekelhaftbittern Geschmack.

^ I^aiina Hoicloi pra^araw. Präparirtes Gerstenmehl.

Nimm: Gerstenmehl, soviel als gefällig.Schütte es in einen leinenen Sack, und binde ihn so zu, daßzwischen dem Mehle und der Zubindung ein Raum von unge-gefähr vier Zoll sey. Der Sack werde in einem passenden Ge-schirre unterhalb gemeinen Wassers so aufgehängt, daß erdie Wände nicht berühre, dann werde das Wasser vierzehnStunden hindurch ununterbrochen im Kochen erhalten. Diemehlartige Masse nimm heraus, den äußern festen und leichtgelblichen Theil nimm mit einem Messer weg, den innem abergut trocknen bringe in ein feines röthlichweißes Pulver.

Im ersten Icheile S. 478. sind die analytischen Arbeiten der Chemikerüber die Gerste angegeben, und auch bereits angeführt, daß das von Proustals ein besonderer eigenthümlicher Bestandtheil der Gerste aufgeführte Hör-dein nicht weiter als ein eigenthümlicher Stoff angesehen werden könne.Nach diesen neueren Erfahrungen können wir also das nach obiger Vor-schrift bereitete präparirte Gerstenmehl nicht mehr als Hordei'n ansehen(Pfaff System der »lat. weö. VI. S. 97.), wogegen auch schon zum Theildie große Ausbeute, daß man nämlich von 10 Pfund etwa 7 Pfund wiedererhält, streitet. Schon vor mehreren Jahren hat Hr. Hofapotheker Fried r.Hagen in einer Vorlesung, gehalten in der hiesigen physikalisch-medicini-schen Gesellschaft, seine Zweifel,gegen die oben erwähnte Angabe Pfaff'sgeäußert, und einen von ihm in dieser Hinsicht angestellten Versuch mitge-theilt. Bei der Bereitung des präparirten Gerstenmehls nach der gewöhn-lichen, oben angegebenen Vorschrift wurde eine blecherne Büchse mit dem-selben Gerstenmehle gefüllt, zugelöthct, und gleichfalls in den kupfernenKessel gegeben, in welchem das in einem leinenen Sacke enthaltene Ger-stenmehl dem unausgesetzten Kochen des Wassers die vorgeschriebene' Zeithindurch ausgesetzt wurde. Nach beendigter Arbeit wurde die im Sacke ent-haltene Masse von der äußeren Rinde befreit, auch die Blechbüchse aufge-löthet, und nun zeigten der Kern jener Masse und der durchaus ganz gleich-förmige Inhalt der Büchse sowohl in ihren äußern Eigenschaften als in ih-