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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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Lxti-actuin' Lranüuis Ii<zui6um

Die geschälten säuerlichen Aepfel werden auf einem Reibelsen zerrieben,und der Saft ausgepreßt, welcher nun mit dem Eisen in vorgeschriebenerMenge in Digestion gesetzt wird. Man kann aber auch den Aepfelbrei mitdem sechsten Theile Eisen einige Tage hindurch in Digestion lassen, bis sichkein Wasserstoffgas mehr entwickelt, bis die Masse grünlichschwarz gewordenist, und einen stark eisenhaften Geschmack angenommen hat. Dann wirddieselbe in einem eisernen Gefäße ^ oder 4 Stunde lang gekocht, colirt undgepreßt. Den Rückstand erhitzt man noch einmal mit etwas Wasser, umdemselben möglichst alle aufloslichen Theile zu entziehen, preßt wieder aus,und verfährt mit den Flüssigkeiten nach Vorschrift. Die Anwendung desAepfelbreies gewährt den Vortheil, daß die schwache Einwirkung des Aepfel-sastes durch die in dem Brei vorhandene atmosphärische Luft sehr unter-stützt wird, indem das Eisen jetzt leichter durch den Sauerstoff der Luftoiydirt und in diesem Zustande von dem Safte aufgelöst wird. Mit Vor-bedacht sind kleine eiserne Nägel oder Eisendraht, nicht aber Eisenfeile, vor-geschrieben worden, weil letztere nur zu häufig kupferhaltig ist, Nägel undDraht aber eine solche schädliche Verunreinigung nicht befürchten lassen.Doch hat man das Extract hierauf besonders zu prüfen, durch eine hineinge-steckte blanke Messerklinge, oder indem man einen Theil einäschert, und dieAsche auf Kupfer prüft. In einem lange aufbewahrten Grtracte findet manoft körnige Krystalle. Der Aepfelsaft enthält Aepfelsäure, auch wohl nochandere Pflanzensäuren, überdem aber schleimige, zuckerartige und extractiveTheile; das Eisenextract besteht demnach vorzüglich aus äpfelsaurem undpflanzensaurem Eisenoxydul mit 'schleimigen, zuckerartigen und extractivenTheilen. Das früher gebräuchliche Lxtraetuin terri e^üunistum ist vondiesem Extracte nicht verschieden, da der Quittensaft eine ganz ähnliche Zu-sammensetzung hat, wie der Aepfelsaft.

Lxtraetum 6ramini8 liyuickim. Flüssiges Queckenextract.lMell»K« tlramini». Dueckenhom'gsaft,)Nimm: frische Queckenwurzeln zwölf Pfund.Zerschnitten zerstoße sie in einem steinernen oder eisernen Mörser,unter allmäligcm Zusetzen von

neun Pfund gemeinem Wasser.Presse den Saft aus, reinige diesen durch Absetzenlassen und kocheihn bis zur Ausscheidung der eiweißartigen Substanz, colire undbringe ihn bei gelinder Hitze zur Dicke eines frischen Honigs. Be-wahre ihn in gut verstopften Gefäßen an einem Orte von mäßigerTemperatur auf.

Es sey schwärzlich braun, mit Wasser eine klare braune Auf-losung gebend, von süßem Gcschmacke, von angenehmen nichtsaurem Geruch«. ,