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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
Entstehung
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eingerichtetes Laboratorium eines besondern Wasserbadcs entbehren, in wcl-

- chem die mit einem überfallenden Rande versehenen zinnernen Kessel durchgut anschließende Oeffnungen in das siedende Wasser hineinreichen, wodurch

- sehr an Brennmaterial gespart wird, indem nicht soviel Hitze zur Erzeugungder Wasserdömpfe unnütz verbraucht wird. Sollte auch diese Vorrichtungfehlen, so wird jede Destillirblase, auf deren Oeffnung man den Abdampf-kessel setzt, jeder kupferne mit Wasser gefüllte Kessel, in welchen man denzinnernen Abdampfkessel, auf einem Strohkranze ruhend, hineinsetzt, dieStelle des Wasserbades vertreten können. Da hierbei die in dem zinner-nen Abdampfkessel enthaltene Flüssigkeit nicht einmal d-en vollen Tempera-turgrad des siedenden Wassers annehmen, viel weniger über diesen hinaus-gehen kann, so ist man jeder Besorgniß in dieser Hinsicht überhoben.

Daß die Verdampfung sehr befördert werden müsse, wenn derDruck der atmosphärischen Luft, welcher auf der verdampfenden Flüssig-keit ruht, und Entstehung und Verflüchtigung der Dämpfe erschwert, zumNheil wenistens aufgehoben wird, ist zwar an den Erfolgen im Vacuumder Luftpumpe besonders mit Hülfe der concentrirten Schwefelsäure langebekannt gewesen, indessen hat die Uebenvindung der Schwierigkeiten, welcheder praktischen Ausführung eines darauf gerichteten Apparates entgegenste-hen, immer nicht glücken wollen. Als der vorzüglichste in dieser Hinsichtverdient wohl der von John Barry (Trommsd. N. I. IV. 1. 1820.S. 255.; Schw. I. XXVUl. S. 250.; Buch». Repert. Xl. S. 316.)beschriebene und abgebildete erwähnt zu werden, wodurch zugleich die Ein-wirkung des Sauerstoffes aus der atmosphärischen Luft abgehalten wird.Dieser Abdampfungsapparat besteht aus einer halbkugeligen Abdampfungs-schale von Gußeisen oder einem andern Metall, welche mit einem etwasgewölbten Deckel (Destillirhut) luftdicht verschlossen ist, der eine mit einemHahn versehene, schief abwärts gehende Röhre hat. Der Deckel hat au-ßerdem etwas zur Seite eine Oeffnung, in welche eine gewölbte Glasscheibeluftdicht gekittet wird, um das Abdampfen zu beobachten, mich dient dieOeffnung zum Nachfüllen. An die Röhre ist eine hohle Kugel von Kupferangekittet, deren Inhalt den der Abdampfschale wenigstens dreimal faßt.Sie hat unten eine mit einem Hahne versehene Röhre, und durch die amobern Theile eingekittete Röhre des Deckels der Abdampfschale steht sie mitdieser in Verbindung. Die Abdampfungsschale liegt im Wasserbade, undauch die kupferne KuM ist mit einer Hülle zur Aufnahme von Wasser um-geben. Beim Gebrauche wird der Auszug in die Abdampfungsschale ge-bracht, und diese dann mit dem Deckel luftdicht verschlossen. Durch dieWarme des Wasserbadcs werde» aus der zu verdampfenden Flüssigkeit Was-serdämpfe entwickelt, welche sich in die kupferne Kugel^kürzen, und die indemselben enthaltene atmosphärische Luft aus der Oeffnung des untern Hah-nes herausdränge», was nach etwa 5 Minuten geschehen ist. Jetzt wirdder untere und auch der obere Hahn geschlossen, und kaltes Wasser auf dieäußere Flache der kupfernen Kugel gegossen, wodurch die Wasserdämpfe in