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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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303
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(^onclmo ^>i3l?^3i»ta«. Präparirte ?lusterschalen.

Austerschalen werden mit aufgegossenem gemeinem Was-ser gekocht, mit Hülfe einer Bürste von den Uneinigkeiten ge-reinigt, gut abgewaschen und getrocknet, dann werden sie gepul-vert, auf einem Präparirsteine feingerieben und aufbewahrt.

Es kommt hierbei nur darauf an, daß die gehörig gereinigten Auster-schalen auf den höchsten Grad der Feinheit gebracht werden, weil sie sonst,als ein säureabstumpfendes Mittel häufig selbst bei Kindern gebraucht, Be-schwerde verursachen können. Man thut daher wohl, die gehörig präparir-te« Austerschalen noch zu schlemmen, d. h. in einem feinzeugenen Topfe miteiner großen Menge Wasser recht gut durchzurühren, wobei sich die gröbe-ren Theilchen sehr bald zu Boden setzen, die feiner« luftleeren aber in derFlüssigkeit schwimmend erhalten, mit dieser zusammen von dem Bodensatzein ein anderes Gefäß abgegossen werden, in welchem sie sich bei der Ruhezu Boden setzen. Dieses Verfahren kann allenfalls wiederholt werden.Die Rückstände werden nochmals auf den Präparirstein genommen. Diefeinen Austerschalen pflegte man sonst noch, wenn sie so weit vom Was-ser befreit waren, daß sie eine teigförmige Beschaffenheit haben, durch ei-nen weißblechernen Trichter zu kleinen Kegelchen auf weißes Druckpapieraufzusetzen. Jetzt werden sie geradezu getrocknet, und müssen ein feines un-fühlbares Pulver bilden, welches zwischen geglättetem Papier platt gedrücktkeine glänzenden Theilchen mehr erkennen lassen muß.

Sauren, als Weinsteinsäure, und saure Salze, als Weinsteinrahm,müssen mit den in Pulver verordneten Austerschalen nicht zusammengemischtwerden, wenn sie als A'bsorbens wirken sollen; man giebt sie aber auch ab-sichtlich mit Säuren, als Citronensaft, gesattigt in Mixturen, wobei siesich aber nicht auflösen, auch jetzt als citronensaure Kalkerde wirken.

5 5 (!un80l-v» (5«<:!>Ieari3ß. Löffelkrautconserve.

Nimm: frisches Löffelkraut ein Pfund,Zerstoße es in einem steinernen Mörser mit einer hölzernen Keulezur Consistenz eines Breies. Mische hinzu:

pulverisirtcn weißen Zucker drei Pfund.Bewahre sie an einem kühlen Orte auf.

Conserve« nennt man diejenigen- zubereiteten Arzneimittel, welche ausfein zerquetschten frischen Pflanzentheilen, als Blatter, Blumen, Früchtenu. s. w., mit einem Zusätze von weißem Zucker bestehen, so daß die Mischungeine Art von Latwerge ist, jedoch von dickerer Consistenz. Man bewahrtdie Conserve in einem mit Blase fest verbundenen Glase oder porcellanenenGefäße, oder besser in mehrere solche Gefäße vertheilt, an einem kühlen,trocknen Orte auf. Gut bereitete und aufbewahrte Conserve» dürfen nicht