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gestellt werden könnte. 1796 machte Kirchhof bekannt, daß der Schwer-spath durch bloßes wiederholtes Sieden mit kohlensaurem Kali zerlegt undganz in kohlensauren Baryt verwandelt werden könnte, was von mehrerenChemikern, als Lowitz, Klaproth und Dörffurt sehr praktisch undbrauchbar befunden wurde. Van Mens schlug wieder 1797 vor, denSchwerspath durchs Schmelzen mit Kali und dem vierten Theile Kohle zuzerlegen. Göttling kochte den gepulverten Schwerspath zur Entfernungaller metallischen Theile mit Salzsäure. Fischer bereitete erst krystallisir-ten salpetersauren Baryt, zerlegte diesen mit kohlensaurem Ammoniak, undlöste den erhaltenen kohlensauren Baryt in Salzsäure auf. Tromms-dorff schlug 1801 wieder als die einfachste und kürzeste Methode vor, dendurch Salzsäure von Eisenornd gereinigten Schwerspath bloß mit Kohlen-pulver 2 Stunden weißglühen zu lassen, den Rückstand mit Salzsäure aus-zuziehen, und zu trystallisiren. 1803 stellte derselbe Chemiker mehrereVersuche an, über die von Driessen gemachte Erfahrung, daß durch dasSchmelzen des salzsauren Kalks mit Schwerspath eine Austauschung derBestandtheile beider Salze stattfinde, und dadurch salzsaurer Baryt gebil-det werde, und fand diese Angabe bestätigt.
Bucholz beschäftigte sich 1304 gleichfalls mit diesem Gegenstande, undmittelte ein vortheilhaftes Verfahren aus, auf diesem Wege salzsauren Ba-ryt zu bereiten. 2 Th. Schwerspath und 1 Th. salzsaurer Kalk (Chlorcal-cium) werden genau gemengt, und in einem Tiegel bei Rothglühhitze eineStunde oder überhaupt so lange geschmolzen, bis eine Probe, an einenfeuchten Ort gelegt, nicht mehr feucht wird. Die ausgegossene und gepul-verte Masse wird mit ihrem 6—öfachem Gewichte heißen Wassers übergös-sen, und unter fleißigem Umrühren einige Male aufgekocht, dann schnelldurch ein genäßtes dichtes leinenes Colatorium gegossen, der Rückstand noch-mals eben so mit heißem Wasser behandelt, .und die klare Flüssigkeit zumKrystallisiren befördert. Enthalten die Krystalle metallische Beimischungen,so bringt man sie in glühenden Fluß und krystallisirt aufs neue. Durch dasZusammenschmelzen von schwefelsaurem Baryt mit falzsaurem Kalk (CHIor-calcium) entstehen nämlich schwefelsaurer Kalk und salzsaurer Baryt (Chlor-baryum), welches letztere Salz durch Umkrystallisiren rein erhalten werdenkann.
Die Herausgeber der vorigen preußischen Pharmakopoe schrieben vor,1 Th. Schwerspath mit 2 Th. kohlens. Kali in einem zinnernen Kessel mit4 Th. Wasser eine Stunde lang unter fortwährendem Umrühren zu kochen,die rückständige Erde gut abzuwaschen und dann durch verdünnte Salzsaureden durch gegenseitige Zersetzung entstandenen kohlensauren Baryt auszuzie-hen, indem das schwefelsaure Kali in der abgegossenen Flüssigkeit aufge-löst sich befand. Die Einwirkung des kohlensauren Kalis auf den Schwer-spath ist indessen beschränkt, daher man diese Methode als nicht vortheil-haft verlassen hat. Besser ist es, das Kali mit dem gepulverten Schwer-spath so stark zu glühen, daß die Masse in einen dünnen feurigen Fluß
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