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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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^urum inurmticum

trocknes salzsaures Natron zehn Theile,und bringe es nach der Auflösung durch Verdampfen in eingelbes Pulver.

Das Gold, der König der Metalle von den Alchnmisten benannt, undvon ihnen für das unveränderlichste und reinste Metall gehalten, sollte auchden menschlichen Körper, wenn es gelänge, es demselben mitzutheilen, un-zerstörbar machen, daher entstand denn das Streben, ein Hurum potadil«zu erfinden. Dieses ist auch bereits in früheren Zeiten gelungen, und manwußte schon im 8. Jahrhundert, daß das Gold sich in Königswasser auf-löse, und das dargestellte Hurum powbUe war eine Auflösung des Chlor-goldes ln Schwefeläther. Geber schreibt ihm die Kraft zu, die Heiterkeitdes Geistes hervorzurufen, und den Körper stets in Iugendkraft zu erhal-ten. Dann sollte es Melancholie und Herzschmerzen heilen. Th. Para-celsus empfahl eine Zusammensetzung aus Quccksilbersublimat und Goldals eine Universalarznei. Basilius Valentinus rieth den Gebrauchdes Goldes in den Nervenkrankheiten. Antonius Lecoq (Ant. Gallus),Arzt zu Paris, machte im Jahre 1540 ein Arzneimiitel gegen Syphilisbekannt, welches vorzüglich aus dem ätzenden Quecksilbersublimat und demGolde bestand. Doch wurde die Anwendung des Goldes gegen Syphilis bisauf wenige Ausnahmen ganz vergessen, bis in neueren Zeiten, im Jahre1810, der französische Arzt Chrestien das Gold wieder als ein vorzüg-liches Heilmittel gegen Syphilis in Anregung brachte, und es durch viel-fältige Versuche in zahlreichen Fällen bewährt gefunden wurde.

Die schicklichste Form des Goldes zum innerlichen Gebrauche ist nurdie, in welcher es auflöslich ist, und daher vom Organismus leicht aufge-nommen wird. Das einzige Auflösungsmittel des Goldes ist aber nachPelletier (1. Th. S. 129.) das Chlor, und das Königswasser, welchesdurch Vermischen der Salzsäure mit Salpetersäure gebildet wird, wirktnur, weil Chlor frei wird (vergl. ^ciäum nitricu - mui-illtioum). DieAuflösung, welche nach der hier mitgetheilten Vorschrift erhalten wird, istalso flüssiges Chlorgold mit noch unzersttzten Säuren gemischt, die durchsVerdampfen abgeschieden werden können. Das trockne Chlorgold zieht abersehr bald Feuchtigkeit aus der Luft, und zerfließt. Um diesem Uebelstandezu begegnen, versetzt man die Goldauflösung, von welcher man durch Fil-triren das während der Auflösung ausgeschiedene Chlorsilber scheidet, mitChlornatrium (Kochsalz) in dem hier angegebenen Verhältnisse, nämlichauf 6 Th. Gold 10 Th. Kochsalz, löst dieses letztere auf, und raucht nunalles zur Trockne ab. Das gelbe Pulver ist ein Doppelchlorür aus Chlor-gold und Chlornatrium, welches sich trocken erhält, und auf diese Weisebereitet eine stets gleiche Mischung hat.