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2 (1829) Bereitete und zsges. Mittel
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kannt wird, von nicht gar zu gelber Farbe und von einemschwachen Venzoögeruche seyn.

Die Benzoesäure findet sich in mehreren vegetabilischen Substanzen, inder Venzoe, in der Vanille, dem Perubalsam, der Tonkobohne, dem Am-bra, dem Zimmt, der Zimmtcassia (Buchn. Repert. VI. S. 1.), im Sto-rni, in den Melilotenarten u. s. w., in einigen ätherischen Oelen, alsdem Bittermandelöle, erzeugt sie sich durch Einwirkung des Sauerstoffs ausder atmosphärischen Luft. Sie kommt aber auch im Thierreiche vor, in demHarne mehrerer gras- und heufrcssende» Nhicre, besonders des Kameels, desPferdes und der Kuh, zuweilen findet sie sich auch in dem Harne der Men-schen, vorzüglich bei Kindern. Am häufigsten findet sie sich aber in demBenzoeyarze, von dem sie zuerst gewonnen wurde und auch daher ihren Na-men erhalten hat.

Die Benzoesäure ist zuerst 1608 von Blaise de Vig euere durchtrockne Destillation des Venzoeharzes dargestellt, und unter dein Namen Ben-zoe'blumen beschrieben worden. Im I. 1703 machte Turquet de M a-yerne zwei Vorschriften zur Gewinnung der Benzo«blumen bekannt, beidenen beiden jedoch die trockene Destillation zum Grunde lag. 1671 fandEhrenfried Hagen dorn, Arzt zu Görlitz, zufällig, als er nämlich dieAuflösung des Nenzoeharzes in Weingeist zur Darstellung des bekanntenSchönheitsmittels, der Iungftrnmilch (^lllF,»terwm Lensue») mit Wassergefällt hatte, daß in der vom Niederschlage abgegossenen wässerig: geistigen'Flüssigkeit nach Verlauf eines Monats ein den Venzci'blumen an Gerücheund Geschmacke ahnliches Salz angeschossen war. Doch scheint diese Wahr-nehmung nicht weiter berücksichtigt worden zu seyn. Lichtend erg zeigtedann durch Versuche, (in Crell's neuesten Entdeckungen in der Chemie.IV. S. ö.), daß dieses Salz eine eigenartige Pftanzensüure sey, die mitAlkalien und Erden leicht auflösliche Verbindungen gebe. Scheele gabhierauf 1775 zuerst ein vortheilhaftes Versah«« an, die Benzoesäure ausdem Benzoiiharze auf nassem Wege zu gewinnen, wozu er sich des gebrann-ten Kalks bediente, den er durch Salzsaure wieder von der Benzoesäurelostrennte. Göttling wandte dann 1781 kohlensaures Kali und Gren1783 kohlens. Natron, beide aber die wohlfeilere Schwefelsaure an. 1798zeigte D eye ux, daß auch durch Auskochen des Benzoeharzes mit reinemWasser die Benzoesäure in sehr reinem Zustande erhalten werden könne,welches Verfahren jedoch, wegen der geringen Ausbeute (von 16 Unzen Harz3 — 4 Drachmen Saure), wenig Beifall fand. 1801 verbesserte Fischer(Handbuch der pharmaceutischen Praxis. 1801. S. 24.) das Verfahren, daßer die alkalische vom Harze abgegossene, mit Säure neutralisirte Lauge mitKohlenpulver kochte, dann noch mit Eiweiß klärte, und dann durch Saureniederschlug. Suersen (Verl. Jahrb. 1806. S. 121.) wandte wenigerKali als gewöhnlich an, und erhielt eine größere Menge reiner Saure.Bucholz (Taschenbuch 1810. S. 50.) gab an, daß Digestionswärme hin-