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Einleitung
gelöst gewesen, und nur durch dessen Sättigung gefällt worden. DieUrsache hiervon liegt darin, daß der Schwefelwasserstoff, welcher durchOxydation von Schwefelkalium auf Kosten des Wassers gebildet wer«den mußte, entweder nicht gebildet, oder in dem Vildungsaugenblickedadurch zersetzt wird, daß Kalium den Sauerstoff der Metall säureaufnimmt, und den Schwefel seinem Radicale wicdcrgiebt. Dessenungeachtet ist es oft leicht, die Gegenwart des metallsauren Salzesin der Flüssigkeit dadurch zu beweisen, daß man die Auflösung z, B.mit Kupferoxydhydrat vermischt; das Kalium in dem Schwefelsalz«oxydirt sich dann auf Kosten des Kupfcroxyds, und es wird einSchwefelsalz mit Schwcfelkupfer zur Basis gefällt. Die Metallsäurefindet man dann in der alkalischen Flüssigkeit aufgelöst, welche vondem unlöslichen Kupferschwefelfalze abfiltrirt werden kann. Bei denunter 6) aufgeführten Darstellungsmethoden erhalt man das Schwe-felsalz so zusammengesetzt, daß sich die Radicale der Säure und derBase mit eben so viel Volumen Schwefel, als sie an Sauerstoffverloren haben, verbinden, weshalb für die Zusammensetzung dieserSalze dasselbe gilt, was über die Sauerstoffsalze angeführt ist.
Alles hier von Schwefelmetallen Gesagte ist auch und in demnämlichen Grade für Selen- und Tellurmetalle geltend.
Die Amphidsalze sind im Allgemeinen, hinsichtlich der Vereini-gungscirt und der Atomenzahl des Vasenbilders, einander ähnlich;dadurch laßt sich das Princip für die Nomenklatur der Sauerstoff-salze durchgängig anwenden; die drei Schwefelimgsstufen'des Arse-niks heißen z. B. Unterarsenigschwefel, Arsenigschwefel, Arsenikschwe-fel; eben so beim Selen und Tellur. Die Basen nennt Verze-lius z. B. Schwefelkalium, Schwefelcalcium, und wenn sie demOxydul und Oxyd entsprechen, sagt man z. B. Schwefeleisen undEisenschwefel, und im Allgemeinen gesprochen, Schwefelbasis, Schwe-felalkali. Die Benennung für die Salze ist dann z. B. arsenik-schwefliges, arsenigschwefliges Schwefelkalium, wasserstoffschwestigesSchwefelammonium, arsenigschwefliges Schwefeleisen (analog demarsenigsauren Eisenoxydul) und arsenikschwestiger Eisenschwcfel sana-log dem arseniksauren Eisenoxyd). Giebt ein Radical eine höhereSchwefelverbindung, wie z, V. Molybdän einen der Molybbänsaureentsprechenden Molybdänschwefel und dann noch ein höheres clektro-negatives Schwefclmetall giebt, so erhalt dieses den Namen z. B.Molybdanüberschwefel und molpbdanüberschwestiges Schwefelkalium.