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der Luftzutritt nicht gänzlich abgeschlossen ist. Nach demErlöschen der flamme entfernt man den oberen Tiegel undnimmt das an den Gefässen sitzende, so wie das auf demgeschmolzenen Metalle schwimmende Oxyd mit einem eiser-nen Löffel weg. Nachdem dies geschehen und aufs Neueeine Flamme hervorgebrochen ist, werden die gebildeten Oxyd-flocken wie vorhin abgesondert, so oft bis das ganze Metallzu Oxyd geworden ist. Hierauf wird diese Operationsweisemit anderen Zinkstücken wiederholt.
Das so auf einer unglasirten irdenen Schale gesammelteund erkaltete Zinkoxyd wird mit kaltem Wasser geschlämmt,um den leichtesten Theil desselben zu sondern, welchen mandurch ein Haarsieb schlägt, auf einem leinenen Kolatoriumsammelt, bei einer Wärme von 30 — 40° R. schnell trocknetund in ein höchstfeines Pulver gebracht in einem verstopftenGlase aufbewahrt.
Hellst lehrte zuerst 1735 die Darstellung des Zinkoxydsdurch Glühen des Zinks an der Luft, dagegen stellte v. Crell1776 das Zinkoxyd aus dem Zinkvitriol durch Fällung mittelsteines Alkalis dar. \ r an Mons wendete später dazu Aetzkali an.
Man unterscheidet ein auf trocknem Wege bereitetesZinkoxyd, Zincum oxydatum via sicca paratttm (Flores Zinci),und ein auf nassem Wege bereitetes Zinkoxyd, Zincum oxy-datum via humida paratum. Beide Präparate hat die PA. Hann.reeipirt. Die Aerzte haben zuerst mit dem auf trocknem Wegebereiteten, weniger reinen Oxyde experimentirt und ihre Er-fahrungen damit haben dem Zinkoxyd den medicinischen Rufgesichert. Die Puristerei der Pharmaceuten, welche dem Arz-neischatze zwar schon so manchen Schaden zufügte, hat aberauch, und vielleicht nicht mit Unrecht, die Zinkblumen in ihrenBereich gezogen und es schon dahin gebracht, dass man diesefür ein schlechtes Präparat hält und nur dem reinen, auf soge-nanntem nassen Wege bereiteteten Zinkoxyde einen Werth bei-legt. Daher verschwinden die Flores Zini allmählig aus denPharmakopoen. Nur die älteren Pharmakopoen, wie Ph. Hann.und <S7. Hols. fordern noch ihre Darstellung. Die Vorschriftder Ph. S/. Hols. ist eine deutliche. Einen Hessischen Tiegelstellt man, um bequemer mit einem Löfiel hineinzulangen, schrägin einen Windofen, so dass sein Boden durch ein Ziegelstückauf dem Roste unterstützt ist und sein Rand sich an denRand des Ofens lehnt. In den Tiegel werfe man nur so viel