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Es ist eine Klage, dass die Bleisalbe oft gelb werde. DasGelbwerden ist eine Eigenthümlichkeit dieser Salbe, wennsie mit Schweinefett bereitet wird. Das Gelbwerden ist zweier-lei. Einmal treffen wir diese Erscheinung bei einer frischberei-teten Salbe an, ein anderes Mal tritt sie nach einer mehr-wöchentlichen Aufbewahrung auf. Im ersteren Falle ist dasGelb der Salbe etwas hochgelb und hat wahrscheinlich sei-nen Grund in einem unbekannten Bestandteile der Fett-substanz, welche mit Bleioxyd eine gelbe Verbindung ein-geht, aber unter dem Einflüsse der Luft und ihrer Kohlen-säure sich völlig entfärbt. Das Fett von finnigen Schweinenzeigt mit Bleiessig vermischt am häufigsten das Gelbwerden.Auch tritt es oft ein , wenn mau den Bleiessig mit dem nochheissem Fette zusammenbringt. Mit demselben kalten Fettevermischt bleibt die Salbe gemeinlich weiss. Eine solche gelbgewordene Salbe setzt man in kleineren Klumpen unter bis-weiligem Umstechen der Luft aus. Das andere Gelbwerdennach längerem Aufbewahren der Salbe hängt mit ihrer ranzi-gen Beschaffenheit zusammen und tritt hauptsächlich bei denBleisalben auf, wenn sie weisses Wachs enthalten. Eine Eigen-thümlichkeit bleihaltiger Salben besteht in einer grossen Neigungzum Ranzigwerden. Besonders die Salben, welche weissesWachs enthalten, entwickeln zuletzt selbst auch bei guter Auf-bewahrung einen flüchtigen für manche Personen unerträglichenranzigen Geruch. Eine Bleisalbo aus gutem Schweinefett undTalg oder gelbem Wachs dagegen nimmt unter denselben Bedin-gungen der Aufbewahrung weit später einen ranzigen Geruch anund dieser ist nie so stechend und unerträglich. Auch hieran diesem Orte giebt es wieder eine Gelegenheit gegen denGebrauch des weissen Wachses zu Salben zu Felde zu ziehen.Möchte man doch von dem Wahne endlich abkommen, dassdas weisse Wachs ein reines oder gereinigtes Wachs sei. Esist ein durch die Bleichung verändertes Wachs. Ein kolirtesgelbes Wachs ist aber ein reines Wachs.
Folgende Bleisalbe hält sich lange gut und weiss: Sebumovilf. rec. 3 Unz. wird mit 12 Unz. Adrps im Wasserbade zu-sammengeschmolzen und nach dem Erkalten in einem porcel-lanenen Mörser mit 10 Draohm. Bleiessig und G bis 8 Drachm.Wasser durch fleissiges Agitiren vermischt. Im Sommernimmtman 4 , / 2 Unz. Sebum und 11 Unz, Adeps.
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