— 940 —
tigkeit freie Fett würde denselben Zweck erfüllen, wenn nichtdas Hinzubringen eines ranzigen Fettes zu einer frischen Salbeüberhaupt verwerflich wäre. Die Extinktion geht um so ra-scher vor sich, wenn man den Mörser oder den Kessel, worindiese Arbeit vorgenommen wird, gelind erwärmt. Die Erwär-mung darf naturlich nur eine Höhe von 30° bis 35° C. errei-chen. Als Reibegefäss eignet sich am besten ein eiserner Kes-sel mit etwas flachem oder wenig vertieftem Boden und einentsprechend geformtes Pistill aus hartem Holze. Das Ermü-denste beim Reiben ist der Druck, den der Arbeiter gleichzei-tig auf das Pistill auszuüben hat. Zweckmässig ist daher die
gebräuchli-
stange, wel-che unge-fähr 8 bis 10Fuss langist und an ei-nem Balkender Zim-merdecke
festsitzt. In der Hülse v bewegt sich lose das obere Ende cdes mittelst einer Stange verlängerten Pistills. Durch den Ringr wird die Stange niedergehalten. Da das Umgehen mit Queck-silber in Zimmern oder sonst geschlossenen Räumen der Ge-sundheit äusserst schädlich ist, auf der anderen Seite aber eingelindes Erwärmen die Extinktion des Quecksilbers ausseror-dentlich unterstützt, so ist folgende Vorrichtung zu empfehlen.Sie lässt sich nicht nur ohne grosse Kosten herstellen, sie lässtsich auch an dem ersten besten passendsten Orte, wo die Qneck-silberausdünste von einem leisen Luftzuge leicht fortgeführtwerden, ohne besondere Umstände anbringen. Der Griff desPistills p wird durch eine 5 bis 7 Fuss lange Stange c verlän-gert, deren oberes Ende mit einem ungefähr 10 Pfd schwerenGewichte a beschwert ist. Gehalten wird die Stange durch denRing b, in welchem sie sich nur lose bewegt. Die Reibung zuerleichtern bestreicht man die innere Seite des Ringes mit Üel.Der Ring b ist in den Pfosten der Wand oder dem oberenQuerbalken eines Thürfutters eingeschroben. Den Kessel msetzt man in die Oeffnung eines hölzernen Kastens ä, welchemit einem eisernen oder bleehenen Ringe r belegt ist. Der