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Vnguents, Cerals, Pommades; Cerates; Salben.
Unter Salben versteht man Schmiermittel, welche ihrer Konsistentnach dem Schweinefett gleichen. Theils werden sie einfach im Mörseraus ihren Bestandteilen zusammengemischt, theils durch Schmelzungund Mischung bereitet. Sind die Bestandtheile Fett Butter Oel Talg Ka-kaoöl Muskatbulter Stearin Wachs Pflaster Fichtenharz Terpenthin, sozieht man es vor, diese Stoffe im Wasser- oder Dampfbade zusammen-zuschmelzen. Kolofon erfordert eine stärkere Hitze zu seiner Schmel-zung. Flüchtige Oele werden der halberkalteten Salbe unlergemischt.Wachs enthaltende Salben, welche mit Wasser vermischt werden sollen,müssen bis zum Erkalten agitirt werden, weil die in der Ruhe erstar-renden Theile beim späteren Agitiren meist der Einwirkung des Pistillsentgehen und in der Salbe in Form durchscheinender Stücke vertheiltbleiben. Stearinsalben sind gleichfalls bis zum Erkalten zu agitiren,weil in der Ruhe in der halberkalteten Salbe sich das Stearin grützlich(in Krystallen) abscheidet.
Gefässe für Mischung und Schmelzung der Salben sind kupferne,zinnerne und porcellanene. In kupfernen Gefässen dürfen jedoch flüs-sige oder geschmolzene Fette nicht lange gehallen werden, weil dieseKupfer auflösen. PorceJ/anene Misch- und Schmelzgefässe sind die rein-lichsten und besten.
Das Koliren geschmolzener Salben geschieht durch lose gewebteleinene Kolatorien, welche durch verbrauchte Kolatorien von den De-kokten und Infusen sich stets ersetzen lassen. Auch breitet man wohlWerg oder Heede in einer dünnen Schicht in einem blechernen Durch-schlage aus und giesst die Salbe hindurch. Vorzügliche Kolatorien sindkupferne oder messingene Drathsiebchen, Mit Kräutern und Blumengekochte Fette werden warm in leinene Kolatorien eingeschlagen undin der erwärmten Presse ausgepresst.
Die meisten Fettstoffe werden mit der Luft in Berührung nach län-gerer Zeit ranzig, und die Salben, welche weisses Wachs enthalten, so-gar in sehr kurzer Zeit. Das weisse Wachs ist ein ganz unpassenderBestandteil derjenigen Salben, welche einige Zeit aufzubewahren sind.Es disponirt die anderen Fettstoffe zum schnellen Ranzigwerden.
Als Aufbewahrungsgefässe der Salben eignen sich nur porcellaneneGefässe Irdene Gefässe oder solche aus Steingut saugen allmählig inihre Masse Fettsubstanz auf. Diese wird ranzig und giebt ihren ranzigenGeruch an jede neu eingefüllte Fellmenge ab.
üuguentum Argcnti nitrici com-positum.
Unguentum nigrum.
Pll. IBailll». Gewaschenes Schweinefett eine Um., Zinc-oxydat. alb., Balsam. Peruvian., von jedem eine Drachm ,Argent- nilric. fus. ein Skrupel werden ex tempore gemischt.
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