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2 (1857)
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Sapo Htspanicus albus.

Sapo Venetus s. Massiliensis s. Alicantinus (oleos'us), Sapo

natrico-oleosus; Sawn de Venise; Hard Soap; Spanische, Vene-

dische oder Alikantische Seife.

Pll. Ilillllll. Sie soll weiss, hart, nicht ranzig, in Wasserund Weingeist leicht und völlig löslich sein. Die weingei-stige Lösung darf nicht zu einer Gelatine erstarren*

Pll. Bor., Iluim.. Sax., 81. Ifols.

!§apo sebacinus n. domesticus.

Sapo Anglicus sebacinus, Sapo natrico-sebacinus; Sawn blanc;Talg-Natronseife, Hausseife, Talgseife, Windsorseife.

Pll« 11 itHill. Sie soll fest, sehr weiss, in Weingeist ohneRückstand löslich sein und ihre weingeistige Lösung beimErkalten eine weissliche, etwas durchscheinende Gelatine geben.

Pll. Bor., II uim.. 8ax.. 81. Mols.

Sapo viridis s. niger.

Sapo domesticus mollis s. kalinus; Savon noir; Soft Soap. Grüneoder schwarze Seife, Schmierseife.

Pll. Ilillllll. Sie soll nicht so sehr kaustisch, auch im Wein-geist ohne Rückstand löslich sein.

Pll. Bor., Sax. _______

MitSeife* bezeichnet man im Allgemeinen Verbindungenvon Fettsäuren mit alkalischen Basen, wie dies schon Th. I,S. 977 unter Emplasfrum Plumbi angegeben ist. Solche Ver-bindungen erzeugt man durch Erhitzen oder Kochen der 'Lö-sungen der Alkalien mit Fettsnbstanzen. Der Seifenbildungs-prozess hierbei oder die Verseifung geschieht in der Art, dassdie Aetzalkalien die Fette (wie Stearin, Olein, Olin etc.) in derArt zersetzen, dass sie sich mit den Fettsäuren zu Seifen ver-binden und das Glyceryloxyd als Hydrat abscheiden. Wie be-kannt sind Stearin, Olein etc. Verbindungen der entsprechen-den Fettsäure (Stearinsäure, Oleinsäure) mit Glyceryloxyd, odersie lassen sich als solche Verbindungen betrachten. Vergl- übrigensEinl. S. 128 u. 129. Die Verseifung mittelst kohlensaurer Al-kalien geht nur unvollständig vor sich, weil die meisten Fett-säuren in ihrer chemischen Verwandtschaft zu den Alkalien derKohlensäure nachstehen. Aetzalkali im Ueberschuss erleichtertden Verseifungsprozess. Konsistente Fettsäuren, wie Stearin-