613
IjRl»|ia vulgaris. Klette.Variet. «. leiocephala.
Synon. Arctium Lappa a. Linn.Arctium Lappa Willdenow.Hayne Arzng. 2. T. 35.Variet. ß. eriocephala.
Synon. Arctium Lappa ß. Linn.
Arctium Bardana Willdenow.Lappa tomcnlosa Lamarck.Hayne Arzng. 2. T. 36.Compoiilae. Trib. Acarnaceae Link. Syngenetia aequalis.
Diese zweijährige Komposite finden wir überall an wüstenStellen, Wegen, Zäunen, bald in grösseren, bald in kleinen Ex-emplaren. Die Varietät a unterscheidet sich durch eine glatteBlüthenhülle, die andere ß durch eine spinnenwebenartigfilzigeBlüthenhülle. Im Frühlinge (auch im Spätherbste) gräbt mandie Wurzel, reinigt sie von den holzigen und den hohlen schimm-ligen Theilen, durchschneidet sie der Länge nach und trocknetsie völlig. 5 Tb. geben 1 Th. trockne Wurzel. Ihr Geruchgeht durch das Trocknen verloren. Der Geschmack von man-cher Wurzel ist oft scharf und schleimig bitterlich, gemeinlichist er süsslich schleimig, etwas scharf. Nicht gehörig ausge-trocknet oder an einem nicht trocknen Orte beschlägt sie schnellmit Schimmel.
Sie enthält sehr geringe Mengen fettes und flüchtiges Oel und einbitteres Harz, Schleim, Satzmehl, etwas Gerbstoff, Salze.
Extractum Bardanae wird aus der Wurzel wie Extractum Absin-thii bereitet.
Tinctura Bardanae wird aus der Wurzel wie Tinct. CascarUlaePA. Bor. bereitet.
Radix Belladonnae.
Racine de Belledame; Dwale-root, Root of deadly Nightschade;Tollkrautwurzel, Belladonnawurzel.
Pll. Bor. Eine lange ästige Wurzel, mit langen einfachenAesten, wenigen Wurzelfasern, der Länge nach gestreift undrunzlig, mit einer aussen und innen gelblichen Rinde, ei-nem gelblichen Holze, welches sich durch wenige Poren un-terscheidet, und fast ohne Mark. Mrisl kommt sie im Han-del der Länge nach durchschnitten vor. Eine abgeschälteWurzel ist zu verwerfen. Sie wird im Frühlinge von AtropaBelladonna L., einer in waldigen Gegenden Deutschlandswildwachsenden Pflanze gesammelt. Sie ist mit Vorsichtaufzubewahren.
I