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2 (1857)
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583
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damit in Berührung steht. Das Platinschwarz kann daher als ein Mittelzur Entdeckung des Weingeistes gebraucht werden. Bringt man in einGefäss, welches Weingeistdampf enthält, Platinschwarz, so beschlägtdie Gefässwandung alsbald mit Essigsäure. Wird eine weingeistige Flüs-sigkeit in einer graduirten mit Sauerstoff gefüllten Rühre mit Platinschwarzin Berührung gebracht, so geht die Oxydation des Weingeistes vor sichund aus der Menge des dazu verbrauchten Sauerstoffs kann man dieMenge des Weingeistes berechnen. 46 Gewichtsth. Weingeist nehmen32 Gew. Th, Sauerstoff auf Die Wirkung des Platinschwarzes wird durchAmmon und Chlorwasserstoff geschwächt, durch Befeuchten mit Kali-lauge oder kohlensaurer Natronlösung und nachheriges Trocknen aberwieder hergestellt.

Man kennt ein Platinoxydul, PtO und Platinoxyd PtO 2 . Er-steres erhält man als Hydrat durch Erwärmen und Fällen einer Platin-chlorürlösung mit Kalilauge. Letzteres gewinnt man durch Zersetzendes Platinchlorids mittelst kohlensaurer Kalkerde und Auswaschen desbraunen Niederschlages mit Essig.

Wichtig als Reagens auf Kali und Ammon ist das Pia tin Chlorid,Platinum bichloratum (l'latinum chloratum der Pharmakopoen), Pia-linum muriaticum oxydatum, PtCl 2 . Man erhält es durch Digestion vonPlatin in Königswasser (.Th. I, Seite 359), Eindampfen der Lösung beiungefähr einer Wärme von 100 bis 120° unter Umrühren, bis der Rück-stand ungefähr das 2£fache des aufgelösten Platins beträgt. Dann nimmtman die Schale vom Feuer, agitirt die Masse bis zum Erkalten und bringtsie dann in eine gut zu verstopfende Glasflasche. 1 Th. Platin giebt 2}Th. eines bräunlichgelben krystallinischen hygroskopischen, in Wasser,Weingeist und Aether löslichen Salzes. Auch dampft man die Lösungetwas ab, um überschüssige Säure zu verdampfen, mischt sie mit Was-ser und hebt sie als Liquor oder Svluiio zu analytischen Zwecken auf.Das Platinchlorid ist ein kaustisches Gift. Sehr starke Gabe ^ Gran.Eine Mischung aus Slh. trockenem Platinchlorid mit 1 Th. Chlornatriumgiebt das Platinum chloratum natronatum, Platinwn muriaticumnatronatum. Starke Gabe ^ Gran.

E*lumbmii aceticum cruclum.

Saccharum Saturni crudum. Roher Bleizucker, rohes essigsaures

Bleioxyd.

Pll. Bor. Ein Salz-, sehr häufig in zusammenhängenden, weiss-lichen oder etwas gelblich gefärbten, glänzenden, fast durch-scheinenden, an der Luft mit der Zeit an der Oberflächeverwitternden Krystallen, von süssem herben metallischen Ge-schmacke. Es ist in 2 Theilen Wasser, auch in höchstrek-tificirtem Weingeist löslich und besteht aus Bleioxyd, Essig-säure und Wasser. Von Kupfer soll es frei sein. Manbereitet es in chemischen Fabriken. Es ist vorsichtig in ver-schlossenen Gefässen aufzubewahren.

JPh. Haiub., Ilami., Sax., 1,1, Hols.