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2 (1857)
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415
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Krystallmehl gewonnene kohlensaure Natron enthält 62 Proc.(10 Aeq.) Krystallwasser.

Das trockne kohlensaure Natron, Nafrum carbonicvmsiccum, ist das von seinem Krystallwasser zum grössten Theilebefreite Salz. Da grosse Krystalle sehr langsam verwittern,so wird das Salz zuvor in ein grobes Pulver verwandelt. DasKrystallmehl, welches nach der Vorschrift der Ph. Hamb. durchgestörte Krystallisation gewonnen wird, zerfällt zu einem Pul-ver zerrieben besonders sehr schnell in warmer Luft und hin-terlässt ein blendend weisses Pulver ohne Wassergehalt. BeimAustrocknen des Salzes hüte man sich wohl, dieses alsbald aneinen Ort, welcher eine Temperatur von mehr als -f-30° C. hat,zu bringen. Ueber diese Temperatur nämlich schmilzt es sehrleicht in seinem Krystallwasser. Da das geschmolzene Salz einesehr geringe Neigung zum Verwittern hat, so müsste es übereinem scharfen Feuer ausgetrocknet werden, durch welche Ope-ration das Präparat weniger locker ausfällt. Man breitet dasSalzpulver in einem Spansiebe dünn auf einer doppelten Pa-pierJage aus, bedeckt es wohl mit einem Bogen Papier, damites vor Staub geschützt bleibt, oder man breitet es in einemPapierbeutel aus, umgiebt den Beutel mit einigen Papierschich-ten, welche hier als schlechte Wärmeleiter ein Schmelzen desSalzes verhindern sollen, und stellt es einige Tage an einenOrt von mittlerer Temperatur (-(-17 bis 20° C), hierauf an einenOrt von ungefähr 20 bis 30°. Das Salzpulver wendet man mit-unter um. Nach Verlauf von ungefähr 5 bis 6 Tagen schmilztes weniger leicht und man kann es alsdann, wenn die Darstel-lung des Präparats Eile hat, an einen noch etwas wärmerenOrt bringen. Das an einem gelind warmen Orte zerfallene Salzenthält noch 4 bis 6 Proc. Wasser und zieht auch an der Luftliegend einige Procente weitere Feuchtigkeit an. Desshalb be-wahrt man es in verstopften Gläsern. Bei einer Temperaturvon 70 bis 90° entweicht alles Krystallwasser. Von dem offi-cinellen trocknen Salze wird aber nicht verlangt, dass es völ-lig wasserleer sei, da nur ein lauwarmer Ort zum Austrocknendes Krystallpuivers vorgeschrieben ist. Das zerfallene Salz wirdzu einem feinen Pulver zerrieben und durch ein Haarsieb ge-schlagen. Die schnellste Darstellungsweise des trocknen Sal-zes besteht unbedingt darin, das zweifach kohlensaure Salz zueinem Pulver zu zerreiben und in einer Ofenröhre bis etwasüber den Wasserkochpunkt zu erhitzen.