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Matro-Kali tartaricum.
KaO,T-fNaO,T-f 8H0; Tartarus natronatus, Sal polycbrestumSeignetti, Sal Seignette, Sal Rupellense, Tartras kalico-natricuscum Aqua, Soda tartarisata, Kali tartaricum natronatum; Tartratede Potasse et de Soude, Sei de Seignette; Tartrate of Potash andSoda, Potassiotartrate qf Soda, tartarised Soda, Rochelle salt;Seignettesalz, Polychrestsalz, Natronweinstein, weinsaures Ka-linatron oder Natronkali, natronhaltiges weinsteinsaures Kali.
5"Il. ESor« Vier Pfd gereinigtes kohlensaures Natronwerden in 24 Pfd heissem Wasser gelöst und der kochen-den Lösung allmählig fünf Pfd oder soviel kalkfreierWeinstein zugesetzt, dass das Natron fast neutralisirt ist.Die Flüssigkeit wird fillrirt und in Krystalle gebracht, wel-che abgewaschen und getrocknet werden. Es sollen grosseweisse durchscheinende, in 2 Th. Wasser lösliche Krystalle sein.
PIl. Httlllll. giebt eine ähnliche Vorschrift, lässt aber sechsPfd krystall. kohlensaures Natron in 24 Wasser lösen.
PIl» II;) 1111.. H\. Hol»». Gereinigtes kohlensaures Natronwird in der sechsfachen Menge warmen Wassers gelöst, ineinem zinnernen Kessel zum Kochen gebracht und mit ge-reinigtem Weinstein neutralisirt. Die filtrirfe Flüssigkeit wirdzur Krystallisation befördert. £ Wenn die Krystalle trübeerscheinen, werden sie in der 3fachen Menge heissen Was-sers gelöst, die Lösung fillrirt und in Krystalle gebracht.Ph. Sl. HolsJ
PIl. Sax. giebt eine der vorstehenden ahnliche Vorschrift, lässtaber nach der Neutralisation auf 16 Unz. des verbrauchtenkohlensauren Natrons noch eine halbe Unz. dieses Salzeszusetzen, die weinsleinsaure Kalkerde absetzen, filtriren etc.
Das weinsaure Kalinatron wurde im Jahre 1672 von PeterSeignette, Apotheker in Rochelle, zuerst dargestellt und von ihmals Geheimmittel verkauft. Geoffroi und Boulduc veröffentlich-ten 1731 die Darstellungsweise dieses Salzes, Scheele aber un-terschied 1774 zuerst die Bestandteile desselben genauer.
Die Darstellung dieses Doppelsalzes bietet keine Schwie-keit, wenn man die Vorschriften der Ph. Bor. und Hamb. be-folgt. Nach denselben wird ein reines kohlensaures Natronund ein kalkfreier Weinstein angewendet. Nimmt man zumAuflösen auch noch destillirtes Wasser, so gewinnt man rechteklare Krystalle und nur eine unbedeutende Menge Mutterlaugebleibt als unbrauchbar übrig. Die Sättigung nimmt man ineinem geräumigen porcellanenen oder steinzeugenen Gefässe vor,